Unihockey NLA

Wiler-Ersigens Trainer Schönbeck will keinen Kuschelrock

Johan Schönbeck: «Ich bin zu Wiler gekommen, um Meister zu werden. Einmal haben wir es schon geschafft – jetzt will ich es unbedingt noch einmal schaffen.»

Johan Schönbeck: «Ich bin zu Wiler gekommen, um Meister zu werden. Einmal haben wir es schon geschafft – jetzt will ich es unbedingt noch einmal schaffen.»

Wiler-Ersigen kämpft in den verbleibenden drei Runden um den Qualifikations-Sieg. Den Anfang machen sie im Heimspiel gegen den Leader Alligator Malans. Spektakel ist garantiert.

Am kommenden Samstag (19 Uhr) empfängt der amtierende Unihockey-Schweizer-Meister Wiler-Ersigen in Zuchwil anlässlich der drittletzten Runde der Qualifikation den Leader Alligator Malans. Angesichts dessen, dass beide Teams längst für die Playoffs qualifiziert sind, könnte man meinen, eine Begegnung unter der Affiche: «Bewegungstherapie mit Handgerät.»

Doch weit gefehlt: «Wir werden alles unternehmen, um die Qualifikation auf Rang 1 abzuschliessen», sagt Wiler-Coach Johan Schönbeck. Aber: «Auch um Zweiter zu bleiben, müssen wir Malans schlagen.» Allein die beiden Erstplatzierten nach dem qualifikatorischen Meisterschafts-Aufgalopp starten in den Playoff-Halbfinals mit Heimrecht. In einem Playoff-Final allenfalls, so lehrt die Erfahrung, muss das mit dem Heimvorteil dann nicht mehr wirklich ein Vorteil sein.

Malans ist der letzte ernsthafte Herausforderer für Wiler vor der entscheidenden Meisterschaftsphase. Auch darum, will man sich bernerseits natürlich noch einmal von der Praliné-Seite zeigen. Nach den Bündnern bekommen es die Unteremmentaler noch mit den ranglistenmässig tiefergelegten Thun und Uster zu tun. Schönbeck: «Das ist richtig, mental ist das Spiel gegen Malans zweifellos wichtig für uns.»

Keine Schlafsack-Einstellung

Johan Schönbeck wird sein Traineramt bei Wiler-Ersigen Ende Saison bekanntlich abgeben und primär aus familiären Gründen Richtung Heimat heimkehren. Dahin, wo er vor seinem Job beim Schweizer Rekordmeister als ausgebildeter Lehrer am Sportgymnasium Växjö tätig war. Für den ehrgeizigen Coach indes, ist das alles andere als ein Grund, jetzt den Fuss vom Gaspedal zu nehmen. «Ich bin zu Wiler gekommen, um Meister zu werden. Einmal haben wir es schon geschafft – jetzt will ich es unbedingt noch einmal schaffen.»

Pantoffel-Unihockey und Schlafkappen-Einstellung kommen darum für den Skandinavier «gar nicht infrage». Dass Wiler heuer schon des Öfteren Probleme bekundete, in die Gänge zu kommen und seine PS erst voll auf den Boden brachte, als man in Rückstand lag, hat in dem Sinn nichts mit Schönbecks designiertem Abgang zu tun. Das war von Anfang an so. Woran es genau liegt, kann sich Schönbeck nicht wirklich erklären. «Aber wir arbeiten daran.»

Keine personellen Risiken

Personell wird man beim Meister gegen Malans kein Risiko eingehen. Christoph Hofbauer kann diese Woche zwar wieder mittrainieren, «wird aber am Samstag sicher noch nicht spielen», sagt Schönbeck. Fraglich ist ebenfalls ein Einsatz von Isaac Rosén.

Nachdem der MVP der letzten Saison nach seinem Bänderriss am Fuss bereits drei Wochen danach wieder spielte, plagen ihn jetzt Knieschmerzen am anderen Bein. Ein Problem, dass sich durch eine Fehlbelastung ergeben hat, vermutet der Coach. Ebenfalls angeschlagen und fraglich ist Dave Wittwer, wogegen Markus Gerber noch längere Zeit ausfällt. «Wir werden Ende Woche vor dem Match entscheiden, in welchem Fall ein Einsatz unter den gegebenen Umständen Sinn macht», kommentiert Schönbeck seine «Patientenliste».

So oder so ist aber klar: Nachdem man von den letzten drei Partien deren zwei (gegen GC und Chur) verlor, hat man bei Wiler null Bock gegen Malans erneut geschlagen vom Feld zu gehen.

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