NLA - Unihockey
Wiler-Ersigen zieht in den Cup-Halbfinal ein und setzt sich in der Meisterschaft ab

Erneut ein perfektes Wochenende für Wiler-Ersigen. Am Samstag glückte dank einem mühelosen 7:2-Sieg über Winterthur die Konsolidierung der Tabellenführung (neu 3 Punkte vor Köniz), am Sonntag folgte dann im Cup-Viertelfinal gegen Kantonsrivale eine Machtdemonstration: Gleich mit einem 7:1-Erfolg zog der Meister ins Halbfinale ein. Einziger Wermutstropfen des Weekends, der verletzungsbedingte Ausfall von Meistergoalie Nicolas Wolf, der sich die Schulter ausrenkte und länger auszufallen droht.

Marcel Siegenthaler
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Wiler-Ersigen bejubelt mit den Fans den Halbfinaleinzug im Schweizer Cup

Wiler-Ersigen bejubelt mit den Fans den Halbfinaleinzug im Schweizer Cup

zvg

Exakt vor zwei Monaten hatte Wiler-Ersigen im Saisonstartspiel gegen Floorball Köniz einen herben Dämpfer einstecken müssen. Gleich mit 3:8 unterlag man dem Kantonsrivalen, richtiggehend ein Klatsche. Seit diesem Fehlstart reihte der SVWE aber dann Sieg an Sieg, zehn in Folge sind es bereits.

Die Siege in der Meisterschaft brachten der Berger-Truppe die alleinige Führung in der NLA ein und dazu drei Siege im Schweizer Cup, welche den Meister in den Halbfinal einziehen lassen.

Das besondere an diesem 7:1-Sieg über Köniz ist sicherlich, wie schnell es das junge Team schaffte, die richtigen Lehren aus der Auftaktpleite zu ziehen. Der SVWE fand diesmal die Balance viel besser. Man stürmte nicht mehr so ungestüm und unkontrolliert nach vorne.

So wenige Möglichkeiten wie möglich bieten

Vielmehr war man bedacht, den auf Kontern und Fehlern lauernden Gästen, nur wenige Möglichkeiten zu bieten. So neutralisierten sich beide Teams während mehr als einem Drittel, Torszenen blieben Mangelware. Doch Wiler wartete weiter geduldig auf die sich bietende Chance.

Das erste Powerplay kam kurz vor Spielmitte und wurde gleich ausgenützt zur Führung durch Captain Väänänen. Nun musste Köniz, das neben seiner Abwartetaktik auch mit Härte das Heimteam aus dem Konzept bringen wollte, mehr machen.

Schönster Treffer durch Mutter

Das Spiel wurde offener, noch intensiver und von Minute zu Minute spektakulärer. Doch mit klaren Vorteilen jetzt für Wiler, das verdient das 2:0 erzielte und auch auf den Anschlusstreffer der Könizer in deren erstem Powerplay sofort zu reagieren wusste und durch den schönsten Treffer des Abends durch Mutter postwendend auf 3:1 stellte (51.).

Danach brachen sämtliche Dämme, Köniz blies zum Generalangriff, aber tat dies nicht eben erfolgreich. Im Minutentakt konnte das Heimteam die sich bietenden Räume zu Gegenstössen nutzen und feierte am Ende einen 7:1-Kantersieg, der sicherlich um ein, zwei Tore zu hoch ausfiel. Aber das gleiche hatte auch beim 3:8 zu Saisonbeginn gegolten. Somit steht der SVWE im Cuphalbfinal, wo er auf GC (Sieg über Malans), Rychenberg oder Chur treffen wird.

Der Schongang der Wiler

Am Samstag war Wiler in der Meisterschaft im Schongang zu einem klaren Sieg über Winterthur gekommen. Bereits nach 12 Sekunden erzielte der SVWE das 1:0, nach 40. Minuten stand es gegen ein bescheidenes Winterthur schon 7:0.

Für die frühe Führung war Tino von Pritzbuer mit seinem ersten NLA-Treffer besorgt. Der junge Deutsche durfte - aufgrund der Ausfälle von Krähenbühl und Affolter - nach zwei Jahren in der Nachwuchsabteilung des SVWE (zweimal Meister mit der U21) erstmals im ersten Block auflaufen und war ein belebendes Element in der Linie um Topskorer Matthias Hofbauer, welche zuletzt Mühe mit dem Offensivspiel hatte.

Zehn Siege in Folge - tolle Bilanz

Am Ende stand diese Formation, in die auch Dave Wittwer nach seiner Sperre zurückkehrte, mit vier Plustoren da (Marco Louis gelang sogar ein Doppelpack).

Mit dem zehnten Sieg in Folge schliesst der Meister die erste Qualifikationshälfte mit einer tollen Bilanz ab. Vor allem in der Defensive agiert der SVWE bislang überzeugend und hat klar am wenigsten Gegentore in der Liga erhalten.

Diese Qualität konnte die Berger-Truppe nur 24 Stunden im Cup erneut ausspielen, nur 1 Gegentor (und das im Powerplay) gegen das offensive wohl gefährlichste Team der Liga, kann sich mehr als sehen lassen.

Cup-Viertelfinal: Wiler-Ersigen - Köniz 7:1 (0:0, 1:0, 6:1)

Grossmatt, Kirchberg. – 583 Zuschauer. – SR: Fässler/Schläpfer.
Tore: 27. T. Väänänen (D. Känzig) 1:0. 44. D. Wittwer (M. Louis) 2:0. 48. J. Zaugg (J. Johansson) 2:1. 51. C. Mutter (D. Känzig) 3:1. 57. D. Johnsson (T. Väänänen) 4:1. 58. D. Känzig (N. Bischofberger) 5:1. 59. M. Louis (D. Wittwer) 6:1. 60. D. Känzig (M. Hofbauer) 7:1. – Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 3mal 2 Minuten gegen Floorball Köniz. – Bemerkungen: SVWE mit Wolf im Tor (ab 33. Reich für den verletzten Wolf), ohne Krähenbühl und Affolter (beide verletzt).

Wiler-Ersigen - Rychenberg Winterthur 7:2 (3:0, 4:0, 0:2)

Sportanlage Grossmatt, Kirchberg BE. – 286 Zuschauer. – SR: Hürzeler/Peter.
Tore: 1. von Pritzbuer (M. Hofbauer) 1:0, 8. Louis (M. Hofbauer) 2:0, 20. D. Wittwer (M. Louis) 3:0. 22. M. Rentsch (A. Hollenstein) 4:0. 33. D. Johnsson (D. Känzig) 5:0. 38. M. Louis (D. Sesulka) 6:0. 39. T. Väänänen (M. Hofbauer) 7:0. 42. T. Studer (N. Aeschimann) 7:1. 49. M. Wöcke (F. Holtz) 7:2. – Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 1mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur. – Bemerkungen: SVWE mit Reich im Tor, ohne Krähenbühl und Affolter (beide verletzt).

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