Unihockey
Wiler-Ersigen wird zum 9. Mal Schweizermeister

Wiler-Ersigen gewinnt gegen Tigers Langnau das vierte Playoff-Finalspiel 3:1 und wird zum neunten Mal Schweizermeister. Seine Karriere beenden wird der legendäre Verteidiger Simon Bichsel.

Daniel Weissenbrunner
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Wiler-Ersigen wird Schweizer Meister
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Wiler Captain Mathias Hofbauer Matthias geschlagen.
Wiler Nicolas Wolf (M) gegen Tiger Marc Oliver Gerber, (L).
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Wiler-Ersigen wird Schweizer Meister

Keystone

Die erste Adresse im Schweizer Unihockey heisst wieder SV Wiler-Ersigen. Die Mannschaft von Johan Schönbeck setzte sich mit 4:0-Siegen gegen Qualifikationsgewinner Langnau durch und holte sich den neunten Titel der Klubgeschichte. «Dass es so deutlich werden würde, damit konnte man wirklich nicht rechnen. Aber wir haben unser Niveau im Verlauf des Playoffs kontinuierlich steigern können», sagte Adrian Zimmermann.

Zum Zuschauen verdammt

Zum 3:1-Erfolg konnte der Stürmer keinen aktiven Beitrag mehr leisten. Zimmermann zog sich am Samstag eine Oberschenkelblessur zu und war so zum Zuschauen verdammt. Von der Bande musste er mit ansehen, wie sich seine Kollegen gegen die Langnauer aufrieben. Einen Schönheitspreis verdiente sich der frischgebackene Meister nicht.

Sie hielten ihren Gegner aber auf Distanz und schlugen, wie schon Halbfinal gegen die Grasshoppers, im entscheidenden Moment zu. Den wegweisenden Treffer zum 2:1 erzielte Patrick Mendelin gut zehn Minuten vor dem Ende. Zum besten Spieler wurde aber weder er noch Topskorer Isaac Rosén gewählt.

Diese Ehre wurde Simon Bichsel zu Teil. Es war neben dem Titelgewinn das Abschiedsgeschenk an den Verteidiger, der seine Karriere beenden wird. Vor einem Jahr wollte er die Schuhe bereits an den Nagel hängen. «Der Kopf liess es damals nach dem frühen Ausscheiden in den Playoffs nicht zu», erklärte der 33-Jährige. Der Gewinn der Meisterschaft sei für ihn nun das Tüpfelchen auf das I.

Diverse Personaländerungen

Bichsel ist nicht der Einzige, der den SVWE verlassen wird. Kevin Steffen, die Garnier-Brüder beenden ihre Laufbahn ebenfalls. «Bei anderen Spielern ist es noch nicht sicher. Es dürfte aber noch weitere Abgänge geben», sagt Sportchef Marcel Siegenthaler.

Demgegenüber gilt die Rückkehr von Samuel Nussbächer (Grünenmatt) und Lukas Meister (Finnland) als wahrscheinlich. Nach der Pokalübergabe waren die anstehenden Personalveränderungen indes zweitrangig. Die Mannschaft feierte mit den Fans zuerst in der Halle und zog sich später in eine Lokalität nach Kirchberg zurück.