«Jungs Konzentration. Die zweiten 30 Minuten mindestens so gut wie die erste Hälfte», forderte Johan Schönbeck seine Spieler auf. Ob der Schwede es tatsächlich ernst meinte, spielte keine Rolle. Das Lachen, das über sein Gesicht huschte, verriet ihn. Seine Kurzansprache war für den weiteren Verlauf auch nicht mehr von Belang. Patrick Mendelin hatte soeben das 10:2 erzielt.

Gewiss, die Rychenberger waren kein Gradmesser. Die Winterthurer fühlten sich in jeder Beziehung unwohl. Das lag vermutlich auch daran, weil sie in die Eulachhalle ausweichen mussten, weil ihr Heimdomizil, die Oberseenhalle wegen der Schulweihnacht besetzt war.

Tattu Väänänen spielt beim Penalty seine ganze Erfahrung aus.

Tattu Väänänen spielt beim Penalty seine ganze Erfahrung aus.

Signal an die Konkurrenz

Die Geschenke legten die Wiler nicht unter den Baum, sondern den Rychenbergern reichlich ins Netz. Bei den Bernern funktionierten Abläufe, sie diktierten das Tempo, sie sind körperlich in einer blendenden Verfassung und sie zeigten auf, dass ihr Fahrplan stimmt. «Für uns bietet sich mit vier Spielen in acht Tagen die Gelegenheit, den Playoff-Rhythmus zu testen», sagt Johan Schönbeck.

Mit der gestrigen Demonstration sandte der achtfache Meister ein deutliches Zeichen an die direkte Konkurrenz aus. In den letzten fünf Runden treffen die Wiler noch auf Köniz, die Grasshoppers und Leader Langnau.

Rosén und Steffen krank

Die Geduld der Wiler wurde nicht auf dem Feld auf die Probe gestellt, sondern bei der Hinfahrt, als der Mannschaftsbus im Zürcher Abendverkehr stecken blieb. Von den Reisestrapazen verschont blieben Isaac Rosén und Kevin Steffen, die beide mussten wegen einer Grippe das Bett hüten. Für den schwedischen Topskorer sprang Christoph Hofbauer in die Bresche, der sich nicht weniger als sieben Punkte notieren lassen konnte.