Wiler-Ersigen
Wiler-Ersigen verliert Derby gegen Olten-Zofingen

Wiler-Ersigen tut sich im ersten Jurasüdfuss-Derby gegen Olten-Zofingen beim 11:8 unerklärlich schwer. Damit geht das Brüder-Duell an die Hofbauers.

Daniel Weissenbrunner
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Wiler-Ersigen mit den Brüdern Hofbauer bekundete gegen die «Neuen» von Olten-Zofingen Mühe.

Wiler-Ersigen mit den Brüdern Hofbauer bekundete gegen die «Neuen» von Olten-Zofingen Mühe.

Hans Ulrich Mülchi

Acht Runden sind in der neuen Meisterschaft gespielt. Bereits zum vierten Mal trat der Meister Wiler-Ersigen zu einem Derby an. Nach den Tigers Langnau, Grünenmatt und Köniz erlebten die 433 Zuschauer im Sportzentrum Zuchwil eine Premiere. Mit Olten-Zofingen verleiht eine weitere Mannschaft dem Unihockey in der Region Mittelland Strahlkraft. Ins Leuchten kam der Stern der Gäste vorerst nur selten. Nach gut einer Viertelstunde waren die Kräfteverhältnisse auf dem Feld scheinbar geklärt. Wiler-Ersigen lag nach einem sehenswerten Beginn mit fünf Treffern in Führung. Olten-Zofingen, das zunächst nur mit zwei Linien agierte, war vom Kombinationsspiel der Platzherren überfordert und schien zu keiner Reaktion fähig.

Was beim Meister die Gebrüder Hofbauer, sind bei Olten-Zofingen die Zwillinge Mucha. Dominic und Manuel sind die Lunge des Teams und mit ihrer aufsässigen Spielart nur schwer in den Griff zu kriegen. Das bekamen die Platzherren im Mitteldrittel unangenehm zu spüren. Die 28-jährigen Brüder mit der lichten Haarpracht waren an sämtlichen vier Treffern beteiligt und liessen das Team von Trainer Luukkonen teilweise alt aussehen. Der Aufsteiger verkürzte in dieser Phase auf 5:7 und war drauf und dran, den Meister aus dem Konzept zu bringen. Für das Brüderpaar waren die Nadelstiche gegen die ehemaligen Kollegen von besonderer Genugtuung. Bis zur U21 spielten sie bei Wiler-Ersigen, ehe sie sich auf Unihockey-Wanderschaft begaben. «Es ist natürlich schön, wenn man gegen die früheren Mitspieler trifft, mehr aber nicht», sagte Dominic Mucha.

Christoph und Matthias Hofbauer bauten ihrerseits nach einem starken Beginn unerklärlich ab. Wie der ganze Rest der Mannschaft leisteten sich die routinierten Brüder eine hohe Eigenfehlerquote. «Uns fehlt momentan die Selbstverständlichkeit, eine Partie über die volle Distanz zu bestimmen», rätselt Christoph Hofbauer. Von den Unzulänglichkeiten profitierten vorab die Muchas. Fünf Minuten vor dem Spielende lag der Liganeuling praktisch auf Augenhöhe. Manuel schafft den Anschluss zum 8:9. Erst dann gelang Garnier und Mendelin wengistens noch die späte Siegsicherung. Für Manuel und Dominic Mucha endete der Abend im internen Duell mit den Hofbauers dennoch mit einem Erfolgserlebnis. Die deutsch-schweizerischen Doppelbürger vermochten ihren Vorsprung in der Skorerliste zu vergrössern.