Erst als der eingewechselte Junior Marco Rentsch im Schlussdrittel auf 2:4 verkürzte, war das Heimteam kurzfristig an Köniz dran. Doch nach dem Anschlusstor Manninens reagierten die Gäste postwendend mit dem Treffer zum 5:3 und verdienten sich den Sieg letztlich, weil sie defensiv hervorragend arbeiteten (Blockarbeit) und vorne die Tore schossen, wenn sich die Chancen boten, zweimal herrlich im Powerplay zum vorentscheidenden 0:3. Bereits in einer Woche treffen sich die Teams wieder im Cuphalbfinal, dannzumal in Köniz.

Der mit Spannung erwartete Spitzenkampf, verlief zwar intensiv und umkämpft, bot aber nicht das erhoffte Spektakel. Köniz gelang es lange, dem SVWE den Offensivstrom abzuschalten. Und als der Meister im Schlussdrittel den Stecker endlich fand und von 1:4 auf 3:4 herankam, konterte der Gast postwendend. Mit dem 6:3-Erfolg hat Köniz damit Kurs auf den Qualisieg genommen. Der SVWE hatte sich vorgenommen das Spieldiktat zu übernehmen und tat dies weitgehend auch.

Die Special Teams sorgten für den Unterschied

Der SVWE versuchte auch Chancen zu kreieren, dies glückte ebenfalls. Und der SVWE spielte auch diszipliniert und engagiert. Gegen die meisten Gegner der Liga hätte die Leistung wohl auch gereicht, aber eben nicht in einem Spitzenkampf gegen das selbstbewusste Köniz. Da genügte es eben nicht, weil man schon in der Startminute Graf anlaufen liess, dann zu ballorientiert agierte und Köniz kaltschnäuzig zum 1:0 traf. Dies spielte den Gästen in die Karten, konnten sie doch ihren «gameplan» erfolgreich umsetzen und auf weitere Möglichkeiten warten. Und diese kamen, nicht zuletzt auch wegen dummen Fouls in der Offensivzone, welche zu Powerplays führten. Beide Male lief der Ball direkt, nach einstudierten Varianten und führte zu zwei Toren.

Ein Fazit könnte lauten: Zusammen mit dem Penaltytor von Frejd sorgten die «Special Teams» für die Differenz. Doch dies wäre nur die eine Wahrheit, die andere ist auch die Ineffizienz des Meisters. Klar spielte Köniz-Goalie Thut eine starke Partie und auch wirkte die Defense der Gäste gut organisiert und strukturiert. Aber: Selten hat man beim Meister wohl so viele gute Abschlusspositionen nicht genutzt, oder die falschen Entscheidungen getroffen bei aussichtsreichen Situationen. Nur ein Tor nach 40 Minuten bei einem Heimspiel, das hat es schon lange nicht mehr gegeben. Und das sollte am Ende auch nicht reichen, weil man im Schlussabschnitt zwar nochmals zusetzen konnte, aber auch in dieser Spielphase der Ertrag mit dem Aufwand nicht übereinstimmte.

SV Wiler-Ersigen - Floorball Köniz 3:6 (0:1, 1:2, 2:3)
Sportzentrum Zuchwil. 634 Zuschauer. SR Wehinger/Zurbuchen.
Tore: 1. Berweger (Maurer) 0:1. 27. Antener (Baumann) 0:2. 32. Maurer (Frejd) 0:3. 36. Manninen (Bischofberger) 1:3. 47. Frejd (Maurer) 1:4. 51. Rentsch (Hofbauer) 2:4. 56. Manninen (Wittwer) 3:4. 57. Ledergerber (Kjellman) 3:5. 58. Frejd 3:6.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 1mal 2 Minuten gegen Floorball Köniz.
SVWE: S. Zimmermann; Väänänen, Meister; D. Känzig,  C. Hofbauer, M. Hofbauer; Sesulka, Hirschi; Manninen, Kekkonen, Fankhauser, Bischofberger, Wittwer; T. Känzig; Louis, Sebek, Rentsch.