Unihockey
Wiler-Ersigen und die Langnau Tigers duellieren sich

Dank des 7:6-Siegs im siebenten Playoff-Halbfinalmatch gegen die Grasshoppers hat Wiler zum zwölften Mal den Einzug in die Final geschafft. Dort trifft es wie 2009 auf Langnau.

Daniel Weissenbrunner
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Halbfinal, Spiel 7: Wiler-Ersigen - Grasshoppers
6 Bilder
Die Teams schenken sich nichts
Wiler-Topskporer Isaac Rosen wird hart attackiert
Pascal Helfenstein umarmt Philipp Fankhau
Trainer Johan Schönbeck dirigiert seine Spieler in den Final
Matthias Hofbauer duelliert sich mit Michael Zürcher

Halbfinal, Spiel 7: Wiler-Ersigen - Grasshoppers

Hans Ulrich Mülchi

Um 20.10 Uhr gab es in der Grossmatthalle in Kirchberg kein Halten mehr. Der letzte Versuch der Zürcher blieb im Defensivnetz von Wiler-Ersigen hängen. Das Zittern, das Bangen hatte endlich ein Ende. Die Zuschauer standen auf, die Spieler fielen sich in die Arme und jubelten.

Mit dem 7:6-Sieg im siebten und entscheidenden Spiel ziehen die Berner zum zwölften Mal in ihrer Vereinsgeschichte in den Playoff-Final ein. Die Mannschaft von Johan Schönbeck verdiente sich den Erfolg mit einer Willensleistung. Sie hatte das Messer nach den drei Niederlagen in Folge buchstäblich am Hals. «Die Spieler haben grossen Charakter gezeigt», fasst Schönbeck die Leistung seines Teams gegen GC zusammen.

Das letzte Spiel war ein Abbild der gesamten Serie. Ein ständiges Hin und Her. «Ein Auf und Ab», wie es Verteidiger Markus Gerber treffend festhielt. Die Platzherren erwischten erneut den besseren Start, GC vermochte aber zu reagieren und übernahm zwischenzeitlich die Führung. «Wir waren insgesamt nicht besser. Wir waren am Ende vielleicht etwas hartnäckiger», so der Wiler-Trainer.

Neuauflage des Finals von 2009

Eine ähnlich enge Angelegenheit dürfte die Finalaffiche werden. «Ich rechne jedenfalls mit sieben Spielen», sagt Schönbeck vorausblickend. Für ihn und auch für Markus Gerber wird das Duell zu einem Wiedersehen an alter Wirkungsstätte.

Gerber ist der Ur-Tiger schlechthin, Schönbeck führte bei seinem ersten Engagement in der Schweiz die Langnauer 2007 zum Cupsieg. «Natürlich ist es eine spezielle Ausgangslage. Aber grundsätzlich ist es mir egal, gegen wen wir spielen.» Allzu viele Berührungspunkte zum ehemaligen Verein gebe es für ihn ohnehin nicht mehr. Markus Gerber wiederum hofft auf ein grosses Fest. «Die Unihockey-Schweiz schaut ins Emmental», so der Verteidiger.

Wiler-Ersigen gegen Langnau Tigers ist die Neuauflage des Playoff-Finals von 2009. Damals setzen sich die Grünweissen im entscheidenden fünften Spiel in Hasle-Rüegsau vor über 2400 Zuschauern mit 6:3 durch. Vom damaligen Team sind mit Bieber, Wittwer, Bichsel, Adrian Zimmerman, Fankhauser und Mendelin noch sechs aktuelle Akteure dabei.

Start in die Serie ist am Samstag vermutlich in der Espace-Arena in Biglen. Wiler trägt seine erste Heimpartie am Sonntag in Kirchberg aus. Ob man allenfalls für Spiel 4 einen anderen Standort wählt, ist noch offen. «Nicht infrage kommt die Eishalle in Zuchwil. Wir werden Alternativen prüfen», so Sportchef Marcel Siegenthaler. Eigentlich war das im allgemeinen Trubel aber nicht mehr als eine Randnotiz.