Die Sterne standen für Wiler-Ersigen vor dem Auftakt in die Serie nicht besonders günstig. Die Zürcher reisten mit dem Selbstbewusstsein des Cupsieges nach Kirchberg. Auf der anderen Seite hatte die Mannschaft von Trainer Johan Schönbeck einen weiteren Rückschlag zu verkraften. Markus Gerber musste wegen Rückenproblemen auf einen Einsatz verzichten. Wie lange der Verteidiger ausfällt, ist ungewiss. Eine genauere Abklärung am Freitag soll Klarheit schaffen, wie stark die Bandscheibe lädiert ist.

Keine Spur von Zitterpartie

Aber so ist Playoff und so ist vor allem Wiler-Ersigen. Am Ende wurde die erwartete Zitterpartie zu einem gemütlichen Spaziergang. Die Zuschauer verabschiedeten die Mannschaft mit einer stehenden Ovation. Diese hatten sich die Spieler verdient. Das 10:3 ist zwar nicht mehr als ein Sieg, aber sicher einer mit einem Ausrufezeichen.

Mit den Stärken von GC gewonnen

Spätestens nach der Triplette kurz vor der zweiten Drittelspause war die Partie entschieden. Adrian (2x) und Dave Wittwer erhöhten auf 6:2. Der Rest war ein Schaulaufen. Die Berner fanden im richtigen Moment das Rezept, um die Gäste in Schach zu halten und bezwangen sie mit ihren bekannten Stärken, dem Konterspiel. «Wir haben sehr viel richtig gemacht», sagte Johan Schönbeck nach der Partie. «Für mich kam dieseLeistungssteigerung nicht überraschend.» Der Schwede musste aber zugeben, dass es taktisch wohl die beste Vorstellung in dieser Saison war. Dem pflichtete auch Dave Wittwer zu. «Uns darf man nicht abschreiben, wie das einige vielleicht schon getan haben.» Seine Worte sind eine klare Kampfansage an die Adresse des Gegners.

Einziger Wermutstropfen war das Ausscheiden von Michael Garnier. Der Verteidiger musste nach einem Renkontre mit Michael Zürcher benommen vom Feld geführt werden.