Die Schönbecks sind eine Sammlerfamilie. In der Freizeit widmet sich Johan den Pilzen, als Unihockeytrainer sammelt er seit Jahren Siege und Punkte und – geht es nach den Vorstellungen des Vereins – auch bald Titel. Einen hat er bei seinem Engagement bei den Tigers aus Langnau 2007 mit dem Cupsieg bereits gewonnen.

Den Challenge gesucht

Dass Johan Schönbeck bei Wiler-Ersigen bei Wiler-Ersigen an der Bande steht, hat er in erster Linie Ehefrau Anna zuzuschreiben. Sie war die treibende Kraft, als es darum ging, mit den drei Kindern Moa (8), Filip (6) und Maja (2) die Zelte in Schweden abzubrechen und sich auf das Abenteuer Schweiz einzulassen, um neue Erfahrungen zu sammeln. «Ich liebe nicht das Risiko, sondern den Challenge», sagt Anna Schönbeck, die als Physiotherapeutin unter anderem die Eishockeyaner der SCL Tigers betreut.

Wiler Auftaktsieg. Trainer Johan Schönbeck bejubelt mit dem Team den sechsten Treffer durch Nicolas Berlinger.

Wiler Auftaktsieg. Trainer Johan Schönbeck bejubelt mit dem Team den sechsten Treffer durch Nicolas Berlinger.

Zweitore-Vorsprung verspielt

Zu einer Herausforderung gestaltete sich auch der Saisonauftakt für ihren Mann. Wiler-Ersigen steht in der Pflicht, die Scharte des frühen Ausscheidens in der vergangenen Saison auszubügeln. Das erste Pflichtspiel deutete es an, dass die Konkurrenz kaum schwächer geworden ist. Nach einem soliden Start mit Treffern von Matthias Hofbauer und Nicolas Berlinger, verlor die Mannschaft zwischenzeitlich den Faden. Grünenmatt, neu mit den Mucha-Zwillingen und dem Letten Kostusevs , bestrafte die Schwächephase von Wiler resolut und glich die Partie bei Spielmitte aus.

Zweite Linie überragend

Johan Schönbeck mochte die Gegentreffer nicht überbewerten. «Natürlich sollte man innerhalb von 20 Sekunden nicht zwei Tore erhalten. Wenn man über die ganze Spielzeit aber nur zwei Treffer erhält, dann muss ich als Trainer zufrieden sein.» Angetan war der Schwede nicht nur vom Defensiv-Verhalten seiner Mannschaft. Ihm gefiel der Gesamteindruck.

Jene Linie, welche die Differenz gestern ausmachte, war der zweite Block mit vier Treffern. Angeführt von Adrian Zimmermann. Der Center erzielte die vorentscheidenden Tore zum 3:2 bzw. 4:2. und wurde zurecht zum besten Spieler gewählt. «Wir haben eine gute Mischung und arbeiten zusammen», fand Zimmermann. Mit seinen Mitspielern Isaac Rosèn und Nicolas Berlinger klappten die Abläufe schon erstaunlich gut. «Mit dieser Leistung haben wir Vertrauen gesammelt.»

60 Minuten auf Trab

Apropos: Auch Anna Schönbeck sammelte in Kirchberg wertvolle Erfahrungen. Ihre Konzentration galt weniger dem Spiel, als vielmehr ihren Kindern, die sie am Rande der Bande während 60 Minuten auf Trab hielten.