Unihockey
Wiler-Ersigen meldet sich mit einem 11:3 gegen Waldkirch zurück

Mit einem lockeren 11:3-Sieg über das sieglose Schlusslicht Waldkirch meldete sich Schweizer Meister Wiler-Ersigen eindrücklich aus der zweiwöchigen Meisterschaftspause zurück.

Ruedi Burkart, Zuchwil
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Wilers Lukas Meister (links) ist in der Wiler-Abwehr eine feste Grösse.

Wilers Lukas Meister (links) ist in der Wiler-Abwehr eine feste Grösse.

Marcel Bieri

Herausragend: Der fünffache Torschütze Patrick Mendelin. Die Vorentscheidung in der einseitigen Partie fiel bereits nach gut sieben Minuten, als Mendelin mittels «Abstauber» gegen die hoffnungslos überforderten Ostschweizer das 2:0 erzielte. Und als Matthias Hofbauer 15 Sekunden vor Ende des ersten Drittels zum 5:0 (!) einnetzte, war der Mist definitiv geführt.

Die St. Galler machten sich das Leben aber auch selber unnötig schwerer als es gegen die spielfreudigen Wiler eh schon war. Schier unglaublich der Grund für die erste Zweiminutenstrafe der Partie: Waldkirch kam nach der ersten Pause doch tatsächlich zu spät zurück aufs Feld. Mendelins Strafe folgte nach 33 Sekunden mit dem 6:0. Danach schalteten die Gastgeber zwei Gänge zurück, liessen sich von Waldkirchs hartem Einsteigen aber auch zuweilen den Schneid abkaufen.

Durchhänger im zweiten Drittel

«Im zweiten Drittel waren wir zu ungeduldig, haben zu schnell den entscheidenden Pass gesucht», so Wilers Trainer Johan Schönbeck nach Spielschluss. Eine schöne Geste: Schönbeck liess im letzten Drittel den erst 16-jährigen Simon Laubscher (Schönbeck: «Ein Riesentalent») erstmals NLA-Luft schnuppern.

Einen gewohnt souveränen Part spielte Lukas Meister in der Defensive an der Seite von Tatu Väänänen. Der 24-jährige Verteidiger hat bewegte Tage hinter sich. Ende letzter Woche erhielt er erfreuliche Post vom Schweizer Verband. Meisters Name steht auf der so genannten «First List», welche jene 30 Spieler umfasst, die sich Chancen auf ein WM-Aufgebot ausrechnen können. Meister: «Ich fühle mich gut und werde natürlich alles dafür tun, um auch tatsächlich an die WM fahren zu dürfen.» Es wird sich weisen, ob ihn Nationaltrainer Petteri Nykky schliesslich auf die Liste mit den 20 WM-Fahrern nimmt.Auf der «First List» stehen auch die Namen von sechs weiteren Wiler Spielern: Gerber, Fankhauser, Matthias und Christoph Hofbauer, Mendelin und Zimmermann.

Am Sonntag Gastspiel in Malans

Meister kehrte auf die aktuelle Saison zurück zu seinem Stammverein Wiler-Ersigen. Im Sommer 2013 zog er aus, um bei Nokian in der obersten finnischen Liga neue Erfahrungen zu sammeln. «Erfahrungen machte ich einige», schmunzelt der Verteidiger. Für ihn ungewohnt spielte er in einem Team, das mehr Spiele verlor als gewann. «Persönlich habe ich von diesem Jahr stark profitiert, Resultate hin oder her», blickt er zurück.

Dass das Wiler-Eigengewächs nun wieder für «seinen» Verein spielt, scheint logisch. Aber auch andere Klubs aus der Schweiz waren an ihm dran. «Doch Wiler, das ist eine Herzensangelegenheit für mich», sagt Meister. Seit seiner Rückkehr in die Schweiz arbeitet er mit einem 100-Prozent-Pensum bei der Mobiliar, wo er ein Praktikum absolviert.

Heute Abend gehts mit einem Auswärtsspiel gegen Alligator Malans (17 Uhr, Sporthalle Lust, Maienfeld) schon wieder weiter. Bemerkenswert: Die Bündner entzauberten vorgestern Freitag Köniz und fügten dem bisher souveränen Leader mit 6:4 die erste Niederlage der noch jungen Saison zu. «Nur mit zwei Siegen an diesem Wochenende wird sich der Meister aus dem Tabellen-Mittelfeld verabschieden», war gestern im Matchprogramm von Wiler-Ersigen zu lesen. Obs klappt?

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