Unihockey

Wiler-Ersigen ist noch einen Sieg vom Superfinal entfernt

Nach vier Matches in der Playoff-Halbfinalserie zwischen dem Schweizer Meister Wiler-Ersigen und den Langnau Tigers steht es 3:1. Am Ostermontag winkt dem Champ die Chance auf den Finaleinzug.

Dass Wiler-Trainer Johan Schönbeck in der 55. Minute überhaupt ein Time-out nehmen musste, gleicht einem Wunder. Während 50 Minuten hatte der Meister das Spiel in Langnau im Griff und lag zwischenzeitlich mit 6:1 in Front.

Dann, und das ist typisch für die Tigers, reichte ein Treffer vom erneut überragenden Pylsy, um ins Spiel zurückzufinden. Und wie: Innerhalb von 108 Sekunden erzielte das Heimteam drei Treffer und verkürzte auf 6:4 aus Wiler Sicht. «Ich habe den Spielern gesagt, sie sollen wieder Ruhe ins Spiel bringen und einfacher agieren», kommentiert Schönbeck.

Dabei zeigten die Gäste zuvor eine der besten Leistungen in den Playoffs. Bereits nach 80 Sekunden brach Wiler-Verteidiger Olofsson auf der rechten Seite durch und erzielte den frühen Führungstreffer. Zwar sündigte Wiler danach teilweise grob fahrlässig im Angriff, konnte das Skore aber dennoch kontinuierlich in die Höhe schrauben. «Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben», sagte Wiler-Altmeister Matthias Hofbauer nach dem Spiel.

Einzig, als Pylsy in der 30. Minute überraschend den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:3 erzielte, drohte der Qualifikationssieger kurz zu wanken. Nur zu präsent waren die Erinnerungen an den Kampfgeist und den Willen der Tigers, die den Vize-Meister so oft zurück in ein Spiel brachten. «Das ist typisch Tigers. Sie bauchen eine gute Chance, um wieder zurück ins Spiel zu finden. Wenn wir nur ein Prozent nachlassen, finden sie einen Weg», sagte Schönbeck.

Ein Spiel dauert länger als 50 Minuten

Nachgelassen hat der Meister im Mitteldrittel indes (noch) nicht. Lediglich 61 Sekunden nach dem Anschlusstreffer sorgte Wittwer dafür, dass Langnau nicht mehr zurück ins Spiel finden sollte. «Die wichtigste Erfahrung aus diesem Spiel ist, dass es eben nicht nur 50 solide Minuten braucht», wusste Schönbeck.

Dass der Meister den Sieg letztendlich dennoch relativ ungefährdet ins Trockene bringen konnte, dafür war die konsequente Leistung zuvor verantwortlich. «Wir konnten die Langnauer Verteidigung dauernd unter Druck setzen», lobte Schönbeck.

Dies führte zu vielen Ballverlusten, die indes grösstenteils nichts ausgenutzt werden konnten. «Die Chancenauswertung war wirklich ein Problem, wir müssen kaltblütiger werden», bestätigte Matthias Hofbauer. Zudem bemängelt Schönbeck die mangelnde Geduld: «Gerade vor dem Tor müssen wir ruhig agieren und mit mehr Überzeugung handeln.»

Mit diesem Sieg kann sich Wiler am Montag den Final sichern. Trotz der grösstenteils überzeugenden Leistung gestern benötigt der Meister einen über 60 Minuten andauernden soliden Auftritt. «Wir kennen Langnau und wissen, dass sie immer zurückschlagen können», sagte Matthias Hofbauer. «Wir wollen zu Hause gewinnen. Nun wissen wir, was es für den Finaleinzug braucht», fügte Schönbeck an.

Uster bleibt in der NLA

Dank einem abschliessenden 8:3-Heimsieg gegen den NLB-Sechsten Zug hat sich Uster auf dem schnellsten Weg die Zugehörigkeit zur NLA gesichert. Im vierten Spiel der Best-of-7-Serie wehrten sich die Zentralschweizer zwar lange hartnäckig gegen ein vorzeitiges Scheitern und kamen kurz nach Spielhälfte mit dem 3:4 von Tassio Suter ein zweites Mal wieder bis auf ein Tor heran.

Spätestens auf den Uster-Doppelschlag durch Marco Klauenbösch und Lauri Liikanen in der 46. Minute zum 7:3 fand Zug dann aber keine Antwort mehr.

Bloss noch ein Erfolg aus den restlichen drei Partien zur Verteidigung der Zugehörigkeit zur höchsten Spielklasse benötigt auch Waldkirch-St. Gallen gegen den letztjährigen Absteiger Olten-Zofingen.

In Spiel 4 kamen die Ostschweizer zu einem nie gefährdeten 6:2-Heimsieg. Wasa ging bereits zu Beginn des zweiten Drittels 3:0 in Führung, und das 4:1 von Claudio Mutter in der 43. Minute bedeutete im Prinzip bereits die Entscheidung.

Ein gegnerisches Eigentor knapp drei Minuten vor Schluss liess die Gäste zwar noch einmal hoffen, doch Sandro Büchel und Thomas Mittelholzer gelangen bereits kurz danach die Treffer 5 und 6 für Waldkirch-St. Gallen.

Sport-TV-Stream Unihockey Wiler-Ersigen - Tigers Langnau Spiel 4

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