Unihockey
Wiler-Ersigen hat die Cup-Geduldsprobe mit Bravour gemeistert

Wiler-Ersigen besiegt seinen Cup-Viertelfinalgegner Sarganserland zu Hause erwartungsgemäss mit 11:2. Zu Beginn jedoch sah es nich nur nach einem Spaziergang für den Rekordmeister aus.

Jessica Widmer
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Der Wiler Christoph Hofbauer (r.) gegen den Sarganser Stucki.Marcel Bieri
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Wiler-Ersigen - Sarganserland
Wilers Simon Fluehmannl gegen den Sarganser Samuel Altherr und Goalie Josef Mattle. Marcel Bieri

Der Wiler Christoph Hofbauer (r.) gegen den Sarganser Stucki.Marcel Bieri

Marcel Bieri

Nachdem Wilers NLA-Unihockeyaner im letztjährigen Cup-Achtelfinal Sarganserland erst im Penaltyschiessen bezwingen konnten, hoffte man heuer auf eine klarere Entscheidung. Dass es indes erneut eine Geduldsprobe für Wiler werden könnte, zeigte sich bereits in den ersten zehn Spielminuten.

Die Gäste standen gut in der Defensive und liessen das Heimteam trotz vieler Torchancen noch zu keinem Torerfolg kommen. Erst in der 19. Minute machte sich Tatu Väänänen einen Fehlpass der Gäste zu nutzen und erzielte die verdiente 1:0 Führung.

Obwohl Wiler im ersten Drittel viele Chancen hatte, wurden die Berner also erst kurz vor der ersten Pause mit dem 1:0 belohnt. Somit war klar, was Schönbeck zu bemängeln hatte: «Im ersten Drittel haben wir schnell gespielt und viel Geduld mit unserem Gegner gehabt. Das einzige was mir nicht gefiel, war die Chancenauswertung.»

Verwirrung nach Stockbruch

Der Serienmeister machte von nun an mehr Druck, spielte schneller und liess seine Qualitäten aufblitzen. Nach 25 Minuten versenkte Markus Gerber den Ball mit einem satten Schuss im Tor. In der 27. Minute sorgten herumliegende Teile eines Wiler-Stocks für kurze Verwirrung bei den Gästen, die vom Heimteam eiskalt ausgenützt wurde.

Topskorer Isaac Rosén schob zum 3:0 ein. Knapp 40 Sekunden später sorgte Christian Kohler von Sarganserland für das 1:3. Die Hoffnung, an diesem Abend eventuell doch noch als Sieger vom Feld zu gehen, erfuhr bei Sarganserland mit diesem Tor eine Stärkung.

Dies führte dazu, dass Wiler Goalie Zimmermann in den folgenden Minuten mit zwei Paraden glänzen musste, um den Ausgleich von Sarganserland zu verhindern. Der verwertete Penalty in der 34. Minute von Väänänen zum 4:1 war die letzte nennenswerte Aktion im Mitteldrittel.

Klassenunterschied sichtbar

Gleich nach Wiederanpfiff verkürzten die Gäste auf 2:4. Die erneute kurzzeitige Hoffnung des Unterklassigen auf einen Erfolg begruben Matthias Hofbauer und Patrick Mendelin mit einem Doppelschlag in der 49. Minute. Von nun an machte sich der Klassenunterschied bemerkbar.

Hirschi (52.), Bichsel (53), Matthias Hofbauer (55.), Rosén (59.) und Väänänen mit dem Schlusspfiff, sorgten mit ihren Toren für den diskussionslosen 11:2 Sieg des NLA-Vertreters.

Wiler-Trainer Schönbeck analysierte nach der Partie: «Nachdem wir im zweiten Drittel etwas die Geduld verloren und dem Gegner zu viele Chancen zugestanden hatten, konnten wir im letzten Drittel unsere Klasse zeigen.

Der Gegner wurde müde und für uns taten sich vermehrt Räume auf. So konnten wir dem Publikum noch einige schöne Tore bieten.» Glücklich war Schönbeck ebenfalls mit der Motivation seiner Spieler, «Alle wissen, dass man im Cup nur eine Chance auf den Sieg hat. Jeder ist heiss auf diese Spiele.»

Neben Wiler-Ersigen haben auch Aligator Malans, die Grasshoppers und die Tigers Langnau den Schritt in die Cup-Halbfinals geschafft. Diese Partien werden dann am Samstag ausgelost.