Die bevorstehende Doppelrunde ist damit ein willkommener Härtetest vor der Abreise nach Tschechien. Mit Chur (Sa. auswärts) und Uster (So. zuhause im Sportzentrum Zuchwil , 18.00) warten dabei zwei Teams, welche ihre Startpartie auch gewonnen haben und damit ein echter Gradmesser darstellen werden.

Das Auswärtsspiel gegen Chur ist sicherlich ein ganz Spezielles für Kekkonen, Louis und Bischofberger. Das Trio wechselte auf diese Saison hin von Chur zum Meister und steht vor dem ersten Aufeinandertreffen gegen die alten Teamkollegen. „Ich bin ja mittlerweile ein routinierter Spieler und kenne diese Situation schon aus Finnland“, macht der 29-jährige Kekkonen klar, dass es für ihn kein Problem sein wird in der Gewerbeschule aufzulaufen, „ obwohl es immer speziell ist gegen Spieler zu spielen, welche man nun schon fünf Jahre kennt.“ Für Bischofberger und Louis sei die Situation aber ein andere: „ Sie sind jünger als ich und bei Chur zu NLA-Spielern geworden, da wird eine gewisse Nervosität vorhanden sein.“

Ein Duo zurück, eine anderes angeschlagen
Der Saisonstart ist dem SVWE gut geglückt, und auch Kekkonen hat bereits zweimal getroffen beim 14:6-Erfolg gegen Grünenmatt, agierte in der Linie mit Mendelin und Manninen, welche eine richtige Torlawine lostrat. „Uns ist es gut gelaufen, aber wir haben immer noch Potential, geben manchmal zu schnell die Ballkontrolle aus der Hand.“ Dass der Center als designierter Spielmacher nun plötzlich zum Torschützen wird, glaubt der Finne nicht, „Es ist eher Zufall, dass ich nun zweimal getroffen habe und keine Torvorlage gab, aber die Assists werden kommen, denn Jami nimmt ja genügend Abschlüsse.“
Ob am Wochenende weitere Punkte dazu kommen, ist indes in Frage gestellt. Kekkonen musste gegen Grünenmatt im Schlussabschnitt ebenso verletzt raus, wie Mendelin tags darauf im Cup. Beide haben nur reduziert trainiert und werden hinsichtlich des Champions Cup keine Risiken eingehen. Der gegen Grünenmatt so erfolgreiche zweite Block wird auseinandergerissen.

Die Vorbereitung auf das Turnier in Tschechien läuft also nicht ideal, jetzt wo mit dem Comeback von Väänänen und Christoph Hofbauer zu rechnen ist, drohen zwei andere Stammkräfte auszufallen. Der SVWE-Trainerstaff ist so nicht zu beneiden, weil er in keinem Spiel vor dem Champions Cup den Ernstfall mit der gewünschten Aufstellung proben kann und auch die Special-Teams sind von den Absenzen betroffen.