Unihockey

Wiler-Ersigen gewinnt Spiel mit 8:3 – Langnau war damit noch gut bedient

Wiler gewinnt den zweiten Playoff-Final gegen Langnau 8:3 und führt in der Serie nun mit 2:0-Siegen. So hart es für die Gäste aus Langnau tönen mag, aber sie waren mit der 3:8-Niederlage noch gut bedient.

Zehn Minuten Ungewissheit, dann machte Wiler-Ersigen ernst; aber richtig. Phasenweise wurde der Qualifikationssieger aus Langnau von Wiler-Ersigen in seine Einzelteile zerlegt. Überragend war dabei Wiler-Topskorer Isaac Rosén mit drei Toren und drei Assists. Was die Mannschaft um Captain Matthias Hofbauer zeigte, kam der Idealvorstellung von Trainer Johan Schönbeck sehr nahe. Sein Team sei «extrem gut eingestellt» in die zweite Partie gegangen, betonte der Schwede. Die Wende in der ersten Partie (6:5 n.V.) brachte auch die mentale Wende in den Köpfen seiner Spieler, analysierte Schönbeck.

Rückschläge in der Startphase

Wiler gelang vor 941 Zuschauern ein Start nach Mass. 86 Sekunden zeigte die Matchuhr an, als Rosén das Heimteam in Führung schoss. Zum Vergleich: In Spiel Nummer 1 am Vortag musste Wiler ganze 26 Minuten auf den ersten Torerfolg warten. Doch auf den Traumstart folgte die Traumreaktion der Langnauer: 90 Sekunden später, nach einem unnötigen Fehlpass von Christoph Hofbauer, gelang Kjellmann der schnelle Ausgleich. Auch die nächste Führung Wilers hielt nicht lange. Zuerst gelang Mendelin nach schönem Doppelpass mit Rosén das 2:1 (11. Minute), Langnaus Stucki glich die Partie nur 35 Sekunden später wieder aus.

Solche Unkonzentriertheiten, wie sie sich das Heimteam nach zweimaliger Führung leistete, sind normalerweise Gift für die Moral und verursachen bei Trainern tiefe Sorgenfalten. Anders beim achtfachen Schweizer Meister. Dieser liess sich vom Auf und Ab in der Startphase nicht aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil: Wiler startete zu einer Demonstration. Einer Demonstration in Sachen Ballbesitz, Kombinationsspiel und zeitweise auch in Sachen Effizienz.

«Sie übernahmen das Diktat, wir konnten nur noch reagieren», sagte Langnaus Doppeltorschütze Simon Stucki. «Wenn Wiler ein solches Tempo anschlägt, wird es unglaublich schwierig für uns.» Rosén mit einem Volley-Knaller und Wittwer mit einem Schlenzer sorgten für das 4:2 bis zur ersten Pause. Im zweiten Drittel erhöhten Zimmermann und Mendelin auf 6:2. Topskorer Rosén setzte noch einen obendrauf, als ihm in Unterzahl das 7:2 gelang (46. Minute). Auch beim abschliessenden 8:3 von Mendelin hatte er den Stock im Spiel. Dazwischen gelang Langnau in Überzahl das 3:7.

«Es gibt keine halben Titel»

«Wir benötigen im nächsten Spiel zwingend mehr Ballbesitz», sagte Langnaus Stucki. Am Samstag geht es in der Best-of-7-Serie weiter. Die Langnauer klammern sich an die Tatsache, dass sie in der Halbfinal-Serie gegen Malans trotz einem 0:2-Rückstand auf die Siegerstrasse fanden. Auch für Wiler-Ersigen-Trainer Schönbeck sind die zwei Siege noch keineswegs der halbe Titel. «Es gibt keine halben Titel, nur ganze», sagt er. «Aber unsere Richtung stimmt, wir haben in den ersten beiden Spielen mit zwei Siegen ein gutes Gefühl aufbauen können.

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