Unihockey
Wiler-Ersigen gewinnt Emmentaler Derby gegen Tigers

Der Start ins Emmentaler Derby gelang Wiler-Ersigen zwar nicht optimal, die Unihockeyaner können das Spiel dennoch für sich entscheiden. Wiler-Ersigen gewinnt ein torreiches NLA-Derby gegen die Tigers aus Langnau mit 11:9.

Pius Rüegger, biglen
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Unihockey: Wiler-Ersigen in Aktion
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Kampf pur: Langnaus Marc-Oliver Gerber (hinten) im Kampf um den Ball gegen Wilers Dave Wittwer. bieri
Die Tigers jubeln

Unihockey: Wiler-Ersigen in Aktion

Marcel Bieri

Der Start ins Emmentaler Derby missriet Wiler-Ersigen. Nach acht Minuten und drei Sekunden führten die verlustpunktlosen Tigers 3:0. «Im Amateursport sind die Wochentagsspiele schwierig, wenn die Spieler direkt von der Arbeit kommen», blieb Wiler-Trainer Heikki Luukkonen ruhig. Der Finne nahm nach dem dritten Verlusttreffer sein Timeout – der Start zur Wende. Bis zur Pause liessen die Gäste ihren dritten Block draussen. «Wir wollten die Kontrolle übernehmen, denn ich habe gespürt, das ist unser Spiel», erklärte Luukkonen.

Die erste Strafe der Tigers bestätigte diese These. Das Powerplay krönte Christoph Hofbauer mit dem 3:1 (12.). Zunehmend gewannen die Unteremmentaler an Boden. Fünf Minuten später schloss Zuzüger Berlinger mit dem Anschlusstor ab. «Er erhält viel Vertrauen und spielte sehr gut», lobte sein Trainer.

Packendes Offensivspektakel

Im packenden Offensivspektakel stellten die Besucher durch Adrian Zimmermann in der 22. Minute erstmals den Gleichstand her. Die Tigers gingen umgehend wieder in Führung (24.), doch Schmocker nützte seinen Freiraum zum erneuten Ausgleich (25.). Nach dem 5:4 durch Krähenbühl (26.) musste sich sein Ex-Klub elf Minuten bis zum 5:5 durch Berlinger gedulden (37.). Die Gäste liessen mit intensivem Forechecking die bisherige Raumaufteilung der Langnauer nicht mehr zu. Die zweite Strafe gegen Stucki nützte wieder Christoph Hofbauer zur erstmaligen Führung (39.17). Doch die Platzherren reagierten und eine Sekunde vor Drittelende glich Markus Gerber aus.

Weder schwarz noch weiss – die Dressfarben der Tigers und von Wiler-Ersigen – ging es weiter. Bunt blieb es weiterhin. Doch mit dem 7:6 lagen die Gastgeber letztmals vorne (43.). «Die Tigers haben viel Potenzial und spielten mit viel Emotionen», sagte Luukkonen. Fehler wie von Markus Gerber in der 53. und 57. Minute, die zu den Wiler Toren acht und zehn führten, vertrug es jedoch vor 820 begeisterten Zuschauenden nicht. Berlingers Schuss ins leere Tor eine halbe Minute vor Spielende besiegelte die erste Saisonniederlage der Langnauer. «Ich bin sehr zufrieden mit dem Punktestand, aber wir haben noch viel Potenzial», analysierte Luukkonen.

Heute Samstag geht es bei Playoff-Verlierer Alligator Malans weiter. «Sie haben viele neue und junge Spieler und wollen mit Energie und Willen gegen uns Revanche nehmen – und wir wollen diesmal von Anfang an bereit sein», sagte der Finne maliziös. Sein erstes Hauptziel folgt eine Woche später mit dem Floorball Champions Cup im tschechischen Boreslav gegen die Meister aus Finnland, Schweden, Norwegen und Tschechien.

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