Wenn die beiden besten Offensivteams des bisherigen Meisterschaftsverlaufes aufeinandertreffen, dann darf man ein Spektakel und viele Tore erwarten. Dass dem nicht im so sein muss, zeigte sich beim gestrigen Duell zwischen Wiler und Zug. Die Gastgeber agierten anfangs clever, kontrolliert und mit viel Ballbesitz und boten den Zugern mit ihren gefährlichen schwedischen Offensivkräften nicht den Raum für ihre gefürchteten Konter. Selbst der Ausfall von Matthias Hofbauer in der 27. Minute brachte den SVWE nicht aus dem Tritt.

Youngster Schenk übernahm dessen Rolle und Cheftrainer Berger liess weiter mit drei Linien agieren. So erhöhte der SVWE das Skore bis zur 54. Minute und dem Treffer von Claudio Mutter auf 6:2 und schien einem ungefährdeten Sieg entgegen zu gehen. Selbst als Zug seine vier schwedischen Verstärkungsspieler in einem Block formierte, konnte der Gast kaum je Druck entwickeln.

Doch dann kam jene Szene dreieinhalb Minuten vor Schluss, als eine Strafe gegen einen Zuger angezeigt war, sich Mutter aber als „Rächer“ für das unnötige und grobe Foul an Captain Tatu Väänänen aufspielte. Statt im Powerplay fand sich das Heimteam in einem 4gegen4 wieder, was für die Zuger das bestmögliche Szenario war. So konnte Nilsson und Co. noch gewaltig wirbeln und der Spielverlauf wurde beinahe auf den Kopf gestellt.