Unihockey
Wiler-Ersigen geht auf dem direkten Weg

Bisher verlief es Wiler-Ersigen an den diesjährigen Playoffs wie am Schnürrchen. 11:2-Heimsieg in der dritten Runde des Playoff-Viertelfinals gegen Grünenmatt. Das ist nun schon der dritte Sieg in Folge.

Ruedi Burkart
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Verteidiger Daniel Sesulka und Assistenztrainer Simon Linder.

Verteidiger Daniel Sesulka und Assistenztrainer Simon Linder.

Ruedi Burkart / Archiv

Die Qualifikation für den Halbfinal ist nur noch reine Formsache. Nach dem gestrigen 11:2-Erfolg führt Qualifikationssieger Wiler-Ersigen gegen Herausforderer Grünenmatt mit 3:0 nach Siegen und kann am kommenden Freitag beim Gastspiel in Sumiswald den Sack zumachen. Die spannungsarme aber überaus unterhaltsame Partie war schon nach 20 Minuten entschieden gewesen.

Den «Charaktertest» bestanden

Mit 8:5 und 7:5 gewann Wiler-Esigen die ersten beiden Playoff-Partien gegen Grünenmatt. Überzeugend trat der amtierende Meister dabei aber nur sehr selten auf. «Die Mannschaft spielte bei weitem nicht ihr bestes Unihockey», äusserte sich SVWE-Sportchef Marcel Siegenthaler, «weil sie wusste, dass sie irgendwie gewinnen würde.» So taxierte Siegenthaler das gestrige Heimspiel zu einer Art Charaktertest. «Jetzt sollen sie mal zeigen, was sie wirklich können.»

Ob Siegenthaler diese Worte Rosén und Co. in der Kabine ebenfalls geflüstert hat, entzieht sich unserer Kenntnis. Fakt ist, dass Wiler-Ersigen im ersten Drittel die Zuschauer immer wieder zu Begeisterungsstürmen hinriss. Die 4:0-Führung nach Treffern von Zimmermann, Fankhauser, Mendelin und Rosén zur ersten Pause war mehr als verdient. Grünenmatt fand nie ins Spiel und kaum einmal den Weg vor das Tor des untadeligen Nicolas Wolf.

Väänänens Traumpass

Erwähnenswert ist die Entstehung des vierten Wiler Treffers 90 Sekunden vor der Sirene. Weltklasse-Verteidiger Tatu Väänänen vermass mit seinem Laserpass in die rechte Ecke das Spielfeld in der Zuchwiler Sporthalle neu und bediente so Christoph Hofbauer. Dieser passte den Ball scharf vor das Gehäuse von Grünenmatt-Hüter Bauer, dort drosch Topskorer Rosén die Kugel zur Vorentscheidung ins Netz. Die ganze Aktion dauerte keine zwei Sekunden.

Im zweiten Drittel powerte Wiler-Ersigen weiter. Und entschied mit dem 5:0 durch Deny Känzig die Partie noch vor Spielmitte definitiv. Dass das 7:1 durch Fankhauser 90 Sekunden vor der zweiten Pause in Unterzahl fiel (Rosén sass auf der Strafbank) unterstreicht die Überlegenheit des SVWE. Im letzten Abschnitt setzte der Meister zu einem veritablen Schaulaufen an und gewann die einseitige Partie schliesslich mit 11:2.

Schönbeck: «Kein fünftes Spiel»

«Wir führen jetzt mit 3:0, und natürlich möchte ich kein fünftes Spiel», meinte SVWE-Coach Johan Schönbeck nach dem Schlusspfiff. Wenn sein Team am kommenden Freitag ähnlich konzentriert zur Sache geht wie gestern, dann wird die Saison für die tapferen «Mätteler» bereits früh zu Ende gehen.