Das Duell der beiden Giganten der Unihockey-Dekade schien über all die Jahre eigentlich schon alles geboten zu haben. Doch die gestrige Neuauflage des Klassikers sollte eine Novität bringen. Drei Penaltys gegen den SVWE in einem Spiel, insgesamt 27 Strafminuten gegen den Meister, dazu doppelte und dreifache Unterzahl – schier unvorstellbar, dass Wiler-Ersigen aus diesem Duell als Sieger hervorgehen konnte.

Doch im Kampf der «Titanen» gegen die «Götter» wurde der «heilige Zorn» der Letzteren provoziert. Götterdämmerung in Maienfeld - Frust und Ärger wurden in pure Energie umgwandelt. Der Meister kämpfte sich richtiggehend in das Spiel hinein, steckte die vielen Strafen und einen 1:3-Rückstand wett und dominierte in der zweiten Spielhälfte klar.

Boxplay-Spiel bringt den SVWE zurück

Angeführt von Captain Fankhauser und Göttervater Matthias Hofbauer (1 Tor, 3 Assists) lieferte der SVWE auch spielerisch eindrücklich ab, nachdem er zuvor solidarisch mit grossartigem Boxplay-Spiel überzeugt hatte.

Die Reaktion auf den Trainerwechsel bei den Bündnern verpuffte bereits nach einem Drittel. Malans wirkte verunsichert, was sich auch in den Powerplaysituationen zeigte. Ein Alligator mit Selbstvertrauen hätte da erbarmungslos zugebissen. Wiler nutzte dies zum dritten Auswärtserfolg der Saison und hat sich definitiv in der Spitzengruppe etabliert.