Dank des Treffers von Philipp Fankhauser kurz vor Ende der Verlängerung holte sich der Meister im Derby wenigstens zwei Zähler, drei hätten es aufgrund des Spielverlaufs eigentlich sein müssen. Doch mit nur drei Toren lässt sich halt im Unihockey nur selten ein Spiel gewinnen. Und so kam es am Ende wie es kommen musste: In den beiden bisherigen Partien (Meisterschaft und Cup) hatten stets die Tigers kurz vor Schluss vorne gelegen und dem SVWE glückte ohne Goalie agierend noch der Ausgleich.

Diesmal war es umgekehrt. Der unverwüstliche Simon Stucki traf mit einem Hammer von knapp hinter der Mittellinie zum 3:3-Ausgleich, als die Tigers den Goalie durch einen sechsten Feldspieler ersetzt hatten. So verpasste der Meister den Sprung an die Tabellenspitze nur wegen wenigen Sekunden, den mit einem Sieg nach 60 Minuten wäre der SVWE an Köniz vorbeigezogen.

Es war ein eher untypisches Derby mit wenigen Toren und lange Zeit kaum Torchancen. Nach 30 Minuten stand es immer noch 0:0. Beiden Teams war die längere Pause anzumerken, die Technik hinkte allzu oft hinter dem Tempo nach, womit es an Präzision fehlte. Nicht aber an Spannung und Zweikämpfen, da kamen die Zuschauer auf ihre Rechnung.

Unentschlossen im Abschluss

Wiler startete dabei dominant ins Spiel und hätte im Startdrittel führen müssen, doch im Abschluss war man zu wenig entschlossen, oder aber scheiterte am starken Schlussmann Furrer. Und als dann kurz nach Spielmitte sich die Hofbauer-Brother (endlich) zum längst fälligen Führungstor durchkombinierten, glichen die Tigers direkt nach dem Bully das Spielgeschehen wieder aus.

So witterten die Gastgeber immer ihre Chance und liessen sich nicht mehr abschütteln, konnten im Powerplay gar in Führung gehen, doch der SVWE verlor das Konzept nicht und wendete die Partie wieder. Am nächsten Sonntag kommt es nun zum Gipfeltreffen mit Leader Köniz (Sonntag, 18.00 Uhr im Sportzentrum Zuchwil).