Unihockey
Wiler-Ersigen bleibt das Mass der Dinge

Der SVWE hat mit dem neuen Trainer Heikki Luukkonen die intensive Saisonvorbereitung aufgenommen. Er kennt die Erwartungen der Fans und will die nächsten Titel holen.

Hans Peter Schläfli
Merken
Drucken
Teilen
Spüren keinen Erfolgsdruck: Wilers neuer Cheftrainer Heikki Luukkonen (links) mit seinem Assistenten Thomas von Känel. Schläfli

Spüren keinen Erfolgsdruck: Wilers neuer Cheftrainer Heikki Luukkonen (links) mit seinem Assistenten Thomas von Känel. Schläfli

Fünfmal in ungebrochener Serie ist Wiler-Ersigen Schweizer Meister im Unihockey geworden. Da erwarten alle vom neuen Trainer die Titel Nummer sechs und sieben. «Dieser Erwartungsdruck macht mir keine Angst. Er war für mich sogar ein Hauptargument, zum SVWE zu kommen», sagt Heikki Luukkonen. «Ich bin ehrgeizig und hier habe ich realistische Chancen, etwas erreichen zu können.»

Hartes Training

Und so ist die lockere Zeit des Sommertrainings bereits vorbei. Seit Montag wird wieder hart trainiert. Als Übergang in die anstrengende Phase der Vorbereitung nahm Wiler-Ersigen an den Czech-Open teil. Wie schon im Vorjahr scheitert aber der SVWE im Viertelfinal am Turnierorganisator Tatran. Wiler führte lang 1:0, doch ein Treffer kurz vor Ende des Mitteldrittels und zwei Tore nach Beginn des Schlussabschnittes besiegelten das Schicksal. Das Fazit: Wiler-Ersigen spielte schon recht gefällig, die Effizienz ist aber noch ungenügend.

Vom neuen Trainergespann ist eigentlich nur die Hälfte neu: Cheftrainer Heikko Luukkonen stiess von Kloten zu Wiler-Ersigen. Thomas von Känel ist wieder wie gewohnt Assistent, nachdem er in der Schlussphase der vergangenen Saison kurzfristig den Chefposten von Thomas Berger übernommen hatte.

Eine Frage musste der 27-Jährige deshalb in den letzten Monaten fast jeden Tag einmal beantworten: Hat es wehgetan, nach der Eroberung des Schweizer Meistertitels wieder ins zweite Glied zurückzutreten? «Nein, es war überhaupt nicht schmerzhaft», sagte von Känel dann jeweils, «ich brauche noch Zeit um zu lernen und um mich als Trainer weiter zu entwickeln. In ein paar Jahren, wenn die Zeit reif ist, will ich dann natürlich schon einmal Cheftrainer werden, aber dieser Schritt muss gut überlegt werden, jetzt wäre es zu früh.»

Interessante Neuzugänge

Mit Cedric Rüegsegger, der aus Schweden zurückgekehrt ist, und den beiden Finnen, Topskorer Esa Jussila und Spielmacher Olli Oilinki, sind interessante Leute zum SVWE gestossen. Klar, dass nun finnisch gespielt wird. Die Umstellung von der Mann- auf die Zonendeckung werde Wirkung zeigen, meint von Känel. «Das Tempo-Unihockey, mit dem Finnland Weltmeister wurde, das erkenne ich bereits in den Trainings. Die Spieler lernen jetzt viel Neues, und das macht enorm Spass.»

Anderseits gibt es aber auch Abgänge zu verkraften, weshalb einige Nachwuchsspieler eine Chance erhalten werden. Viel Zeit zum Pröbeln bleibt aber nicht, sagt Heikko Luukkonen: «Wir haben zum Meisterschaftsstart sehr starke Gegner, und dann beginnt auch bald der Flooball Champions Cup mit den besten Teams der Welt. Wir sind zwar nicht der Favorit, aber wir wollen den Champions Cup gewinnen.»