Unihockey

Wiler-Ersigen besteht den Charaktertest souverän — nun wartet Kloten-Bülach

Claudio Mutter erzielte den erntscheidenden Treffer in der Verlängerung.

Claudio Mutter erzielte den erntscheidenden Treffer in der Verlängerung.

Mit zwei Siegen schliesst der SV Wiler-Ersigen die Qualifikation souverän auf Rang 1 ab.

Im ab dem 4. März beginnenden Playoff-Viertelfinal trifft der Serienmeister nun auf Kloten-Bülach, welche sich den achten Rang mit einer beeindruckenden Aufholjagd noch sicherte. Das Viertelfinal-Duell gegen die Jets gab es bereits 2011 und 2014, beide Male siegte der SV Wiler Ersigen mit 4:1 in der Serie.

Erstaunlich starker Saisonverlauf

20 Mal in 22 Spielen verliess der SV Wiler-Ersigen in der am Wochenende zu Ende gegangenen Qualifikation das Feld als Sieger. Eine Bilanz, die alles andere als selbstverständlich ist, zumal man dem Team nach der – für die hohen SVWE-Ansprüche - ziemlich verkorksten Vorjahressaison auch seitens der Experten höchstens eine Mitfavoritenrolle zugesprochen hatte.

Trotz neuem Trainer, neuem Spielsystem und zahlreichen Kadermutationen dominierte der SV Wiler Ersigen die Qualifikation aber ziemlich eklatant. Neun Punkte liegt mit Winterthur der erste Verfolger hinter dem SVWE zurück.

Klar, am 4. März beginnt mit den Playoffs eine neue Meisterschaft, aber die vergangenen 22 Spiele sollten der Mannschaft zumindest Selbstvertrauen eingeflösst haben. Bis zum Start der Playoffs bleibt nun noch die Zeit für die Feinjustierung sowie die Verkleinerung der Absenzenliste, welche dieses Wochenende doch ein ganzes Quintett umfasste (Väänänen, Rentsch, Christoph Hofbauer, und Deny Känzig sind alle verletzt, Fankhauser zudem krank).

Nach dem lamentablen Auftritt im Derby gegen die Tigers vor Wochenfrist, rief die Wiler Trainercrew die letzte Doppelrunde zum Qualiabschluss zum Charaktertest aus. Das Team bestand den Test. Der 10:6-Erfolg am Samstag in Uster war nie gefährdet. Mit einer persönlich überragenden Bilanz trumpfte Kevin Steffen auf. Der 26-Jährige schoss drei Tore und buchte dazu noch zwei Assists. Weitaus zäher verlief dafür die sonntägliche Partie gegen die ebenfalls positiv überraschenden Churer.

Mutter als Matchwinner

Zwar glückte dem «Küken»-Sturm nach einem schönen Durchspiel über Laubscher und Mutter das frühe 1:0, doch danach verlor das Heimteam die spielerische Linie. Chur drehte das Spiel innerhalb weniger Minuten zum 3:1. Es drohte ein ähnliches Torfestival wie eine Woche zuvor beim 7:10 gegen die Tigers.

Doch vor Heimpublikum wollte sich der SVWE dann doch keine Blösse geben. Beidseits zwei überragende Goalies und gute Defensivarbeit sorgten dafür, dass die Partie in die Verlängerung ging. Dank dem Treffer Mutters auf Zuspiel von Lastikka in der siebten Minute der Overtime konnte auch diese Partie gewonnen werden. Und so kann die Operation Playoffs mit reichlich guten Gefühlen in Angriff genommen werden.

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