Unihockey

Wiler-Ersigen: 13 Tore und wieder König am Dreikönigstag

Schweizer Meister Wiler-Ersigen beweist einmal mehr seine Klasse und fegt das NLA-Schlusslicht Uster mit 13:2 vom Platz. Weil Malans in Köniz verliert, grüsst Wiler-Ersigen wieder vom Leaderthron.

Von der Ausgangslage her betrachtet, war eine klare Sache zu erwarten: Wiler-Ersigen ist der Meisterschaftsfavorit und Uster das aktuelle Schlusslicht der Nationalliga A. Daran änderte auch der jüngste Trainerwechsel bei den Zürchern nichts. Nach der Negativserie hatte Michael Reimann vor der Weihnachtspause sein Amt zur Verfügung gestellt. Er wurde durch Urs Ambühl (Cheftrainer) und Andris Pïlups (Assistent) ersetzt. Der 32-jährige Ambühl trainierte zuvor die Ustermer U21-Mannschaft und ist bisher nur in der Ostschweiz bekannt. Das Schlusslicht gab darauf zwar am Samstag in Winterthur ein Lebenszeichen von sich, blieb aber insgesamt trotzdem glücklos und startete mit einer 3:4-Niederlage nach Verlängerung gegen Rychenberg ins neue Jahr.

Mit starkem Torhüter zum Sieg

Wiler-Ersigen setzte gegen das Schlusslicht wieder einmal seinen zweiten Goalie Samuel Zimmermann ein. Und um es vorwegzunehmen: Der machte seine Sache ausgezeichnet. Ansonsten nahm der Favorit die Aufgabe ernst und wandte die richtige Taktik an. Geduldig die spielerische Überlegenheit auskosten, so hiess die Devise, die Tore würden dann schon fallen.

Und tatsächlich: In der 4. Minute kam es seitlich vor dem Ustermer Tor zu einem Freistoss, den die erste Wiler-Linie mit einer offensichtlich einstudierten Passfolge zum 1:0 ausnützte. So ging es weiter, und mit dem 3:0 fiel früh die Vorentscheidung. Daran änderte auch nichts, dass Uster kurz vor der ersten Pause eine Strafe zum 3:1-Anschlusstreffer ausnützte.

Im Mitteldrittel ging es nach einem Pfostenschuss auch mit den Toren Schlag auf Schlag weiter. Mit dem 7:1 in der 31. Minute war der Widerstand der Gäste definitiv gebrochen. Uster nahm ein Timeout, denn es begann sich ein Desaster für die Zürcher abzuzeichnen. Doch selbst ein Torhüterwechsel änderte nichts. Ganz im Gegenteil: Der eingewechselte Christoph Tschopp liess noch zwei haltbare Bälle durch, und zur zweiten Pause hiess es 9:2. Zwar hatte Uster wieder das letzte Tor in diesem Drittel geschossen, doch das bedeutet im Unihockey eben noch lange nicht das letzte Wort.

Frust macht sich bemerkbar

Im Schlussdrittel verloren dann ein paar Zürcher etwas die Nerven. Als schlechte Verlierer liessen sie ihren Frust an den Schiedsrichtern aus, was zu einer kleinen Strafenflut führte. Wiler-Ersigen erhöhte auf 13:2, obwohl es nur mit halber Kraft weiterspielte. Doch das Beste an diesem Abend war, dass Malans gegen das immer stärker werdende Köniz unterlag, womit Wiler-Ersigen wieder NLA-Leader ist.

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