Unihockey
Wiler bleibt der Chef im Mittelland: Klarer 9:3 Sieg gegen Olten-Zofingen

Nachdem Wiler-Ersigen bis zur Hälfte des Spiels grosse Mühe mit dem Gegner Olten-Zofingen hatte, steigerte sich die Schönbeck-Truppe danach markant und konnte am Ende deutlich mit 9:3 gewinnen.

Hans Peter Schläfli
Merken
Drucken
Teilen
Wiler-Ersigen - Olten-Zofingen
5 Bilder
Adrian Zimmermann leitet gegen Simon Stettler den nächsten Angriff für Wiler ein.
Thomas Bieber (2) und Isaac Rosén freuen sich über das gemeinsam erzielte 6:1.
Unihockey Mittelland (Nr. 8 Dimitri Häfeli) hat gegen Wiler gut gespielt und trotzdem klar verloren.
Mittelland-Captain Roman Pass kann es kaum glauben: Wieder eine Strafe gegen sein Team.

Wiler-Ersigen - Olten-Zofingen

Hans Peter Schläfli

Wer der Favorit in diesem NLA-Unihockey-Derby war, konnte jeder der immerhin 426 Zuschauer im Zuchwiler Sportzentrum leicht erkennen. Wiler-Ersigen zog ganz weit vorne ein intensives Forechecking mit drei Spielern auf und setzte den ballführenden Gegner von der ersten Sekunde an unter Druck. Unihockey Mittelland wartete dagegen mit zwei Mann an der Mittellinie und begann erst in der eigenen Platzhälfte mit der Verteidigungsarbeit.

Die vorsichtige Taktik des seit langem erfolglosen Schlusslichts wirkte lange erstaunlich gut. Angespornt von einem frühen Führungstreffer gab der «Underdog» alles. Den Hofbauers gelang zwar der Ausgleich und unmittelbar vor der ersten Pause ging Wiler sogar in Führung, doch bis über die Mitte der Spieldauer hinaus bekundete der grosse Favorit sehr grosse Mühe.

Zwei Wiler-Tore dank Überzahl

Aber dann setzten zweimal die Oltner ihre Körper etwas zu heftig ein, zweimal kassierten sie eine Strafe, und zweimal traf Wiler-Ersigen im Powerplay. Das war die Entscheidung. Beim Schlusslicht gingen vorübergehend die Lichter aus. Das Powerplay ging auch bei ausgeglichener Spielerzahl weiter und die Platzherren schossen als logische Folge das 5:1.

Zu Beginn des Schlussdrittels wollte es Olten Zofingen nochmals wissen und bäumte sich auf, haderte dann aber mit dem Schiedsrichterduo, das eine offensichtliche Tätlichkeit – Topskorer Rosén revanchierte sich nach einem Zweikampf mit einem Stockschlag – mit den Worten, «der Stock hat nur nachgeschwungen» entschuldigte. Kurz darauf nahm ausgerechnet wieder Rosén den Ball hochspringend mit der Brust mit und leitete das 6:1 ein.

Trotz Niederlage zufrieden

Der Rest war Unihockey ohne grosse Emotionen. Olten Zofingen durfte sich immerhin gutschreiben lassen, dass es nach dem Ersten auch das letzte Tor zum 9:3-Schlussstand erzielen konnte. «Mit unserer Leistung bin ich zufrieden, auch wenn das Resultat am Ende deutlich ausgefallen ist», analysierte Trainer Daniel Moser den Match und fügte hinzu, «jetzt wäre es an der Zeit, dass wir für unseren Einsatz wieder einmal mit Punkten belohnt werden.»