„Wir müssen ehrlich sein, ein 0:2 gegen Wiki aufzuholen, das wird sehr schwer“, hatte Präsident und Sportchef Walter Ulrich vor dem dritten Match in der Playoff-Viertelfinalserie gesagt. Wiki ist sei je her ein Team, das mächtig an der Aufgabe wachsen kann. Das scheint irgendwie so in den Statuten geschrieben und/oder in der Vereinsmentalität zu gründen. Mit wenigstens einem Sieg in der Serie aber hatte Ulrich dann schon geplant. Es sollte nicht sein - die Solothurner scheiden mit einem „Sweep“ aus. Mit 0:3 Siegen also.

Spiel drei ging mit 5:3 an Wiki. Dabei erwischten die Gäste mit dem frühen 1:0 durch Born (3.) einen idealen Start. Indes: Selbiges beflügelt heuer bei Zuchwil weder die Leichtigkeit noch dopt es die Moral; vielmehr scheint es Muskelfasern und Hirnbahnen zu verknoten. Speziell, wenn es im Playoff gegen Wiki geht. Hier hat sich offenbar eine kleine Allergie eingeschlichen. Herrührend aus den Saison 2013/14 und 2014/15 als man in den Playoffs gegen die Berner jeweils überraschend unterlag und letztlich geknechtet und gedemütigt dastand.   

Kein zweites Playoff-Heimspiel 

Nun, obwohl Seitens Zuchwil  in Spiel 3 mit deutlich weniger Strafen als in den Partien zuvor, wendete Wiki das Blatt dennoch rasch zu seinen Gunsten. Durch Tore von Joss, Baltisberger und Baumgartner ging die Truppe von Coach Stefan Gerber bis zur 16. Minute  3:1 in Führung. Mit dem Anschlusstreffer, ebenfalls noch im ersten Abschnitt, bewahrte Marco Müller den Gästen die Chance, am Samstag wenigstens noch zu einem zweiten Playoff-Heimspiel einzuladen.

Eine Hoffnung, die bis zur 34. Minute lebte dann freilich jäh detonierte. Marolf und erneut Baumgartner knickten mit einem Doppelschlag innert 133 Sekunden alle Zuversicht Zuchwils. Um einen Input zu pflanzen sprich ein Zeichen zu setzen brachte Zuchu-Coach Manfred Reinhard nach dem 2:5 seinen NLB-erprobten Stammtorhüter Sandro Zaugg, der zuletzt wegen einer Hirnerschütterung ausser Gefecht gesetzt war, anstelle von Thibaud Sauthier.

Vier Tore in 156 Playoff-Minuten

Eine Aktion weniger gegen den  jungen Bieler Junioren-Goalie Sauthier gerichtet, letzterer machte seine Sache angesichts seiner Unerfahrenheit auf dieser Stufe sehr gut, als vielmehr an die Routiniers adressiert. Leute, von denen man erheblich mehr erwarten darf, als bis zu dem Zeitpunkt vier Tore in 156 Playoff-Viertelfinal-Minuten. An Chance fehlte es nicht. Mit einer derartig schwachen Effizienz in der Offensive lässt sich gegen die "Dragons" nur dan ein Blumentopf gewinnen, wenn man diesen die Augen verbindet.

Immerhin sorgte Steiner danach in der 44. Minute noch für das 3:5 aus Sicht des EHC Zuchwil Regio. So entschieden die Gäste wenigstens das letzte Drittel der Saison 2015/16 zu ihren Gunsten. Ein mikroskopisches  „Trösterli“ für ein so nicht wirklich „budgetiertes“, frühes Ausscheiden.