Fussball 2. Liga inter

Wieder keine Punkte, wieder kein Tor - der FC Olten geht auf dem Zahnfleisch

Defensiv fehleranfällig, offensiv ideen- und auch ein wenig glücklos agierte der FCO (Archivbild).

Defensiv fehleranfällig, offensiv ideen- und auch ein wenig glücklos agierte der FCO (Archivbild).

Es ist wie verhext: Auch im vierten Spiel in Folge gelingt es Olten nicht, ein Tor zu erzielen. Da allerdings gleichzeitig die direkte Konkurrenz um den Abstieg ebenfalls keine Punkte einsammelt, kann Olten auch so den Platz über dem Strich behalten.

«Höngg hat eine sehr gute Mannschaft», rühmt Olten-Trainer Georg Schifferle nach einer diskussionslosen 0:4-Heimschlappe den SVH. Tatsächlich spielten die Zürcher einen sehr gepflegten, schön anzusehenden Fussball und dominierten Olten eine Stunde lang fast nach Belieben. Augenscheinlich war aber auch, dass Olten nur wenig gelang. Defensiv fehleranfällig, offensiv ideen- und auch ein wenig glücklos agierte der FCO.

Kullerball statt Torschuss

Fortuna erwies sich vor allem in den Startminuten Olten nicht hold, als Miro Golob einen Seitenwechsel der Zürcher abfing und direkt mit dem Kopf in den Lauf von Luca Schifferle legte. Dieser zog alleine auf Höngg-Hüter Blank los und erzeugte auf den Rängen blankes Entsetzen, als anstatt eines satten Torschusses nur ein kleiner Kullerball neben das Tor herausschaute. Im Nachhinein betrachtet war Olten in dieser Situation dem Punktgewinn wohl am nächsten.

Olten-Schreck Forners Fünferpack

Denn nun zeigte Höngg den Platzherren den Meister auf. Nach zwanzig Minuten lief Riso über aussen und wurde von Browne im Strafraum regelwidrig gefällt, worauf Schiedsrichter Schüepp auf den Punkt zeigte. Forner verwertete durch einen satten Schuss in die linke obere Torecke. Zwölf Minuten später erhöht Dössegger nach einem Pass zwischen den Oltner Innenverteidigern hindurch auf 0:2. Mit dem einsetzenden, starken Regen entschied Forner die Partie endgültig. Zuerst tanzte er im Strafraum Golob aus und schob ein, um dann zwei Minuten später nach einer Ballstafette im Strafraum den Deckel zum 0:4 endgültig draufzumachen. Bereits im Hinspiel hatte der 26-Jährige doppelt getroffen, was ihm in dieser Saison fünf Tore in zwei Spielen gegen Olten einbringt.

Ratlosigkeit der Schifferles

In der Schlussphase des Spiels zeigte Olten Moral und erspielte sich durch Browne (78.), Gerardi (80.) und Canik (87.) noch drei Torchancen, welche aber bezeichnenderweise allesamt nicht zum Erfolg führten. Trainersohn und Oltens Top-Torjäger Luca Schifferle kann sich die Torflaute nicht erklären. Im Training funktioniere alles, am Spieltag gar nichts. Vater Georg bestätigte die Aussage seines Sohnes. Im Spiel fehle es der Mannschaft an Selbstvertrauen.

Ein weiteres Problem sei nach wie vor die Kaderdichte, auch, weil immer mehr Spieler angeschlagen, nicht im Rhythmus oder verletzt sind. Gülen leidet an einer Rippenverletzung, Iandiorio fehlte krankheitsbedingt, Preniqi sei dauerhaft abwesend und Slishani sass eine Gelbsperre ab. Weiter war Canik lange gesperrt und verletzte sich daraufhin, Luca Schifferle war drei Wochen krank und Golob ist angeschlagen. So kommen sogar die beiden eigentlich bereits zurückgetretenen Routiniers Panzeri und Osaj wieder regelmässig zum Einsatz, was beweist: Olten pfeift aus dem letzten Loch.

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