NLB-Eishockey
Wiebe will sein Potenzial besser ausschöpfen

Mit einem Sieg gegen das Schlusslicht Thurgau würde der EHC Olten in der Tabelle temporär auf Rang 4 vorstossen. EHCO-Kanadier Shayne Wiebe konzentriert sich dabei vorab auf die eigene Leistung.

Stephan Felder
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8 Tore und 8 Assists in 23 Spielen sind nicht genug für Shayne Wiebe.

8 Tore und 8 Assists in 23 Spielen sind nicht genug für Shayne Wiebe.

HR.Aeschbacher

So richtig in Fahrt scheint der EHC Olten in dieser Saison bislang nicht zu kommen. Im Heimspiel von Dienstag gegen La Chaux-de-Fonds waren vorab im Mitteldrittel durchaus Momente der Steigerung zu erkennen, zum Sieg reichte es den Powermäusen gleichwohl nicht.

Ein Grund für die im Vergleich zur letztjährigen Qualifikation eher schwache Phase ist die Unterform von Shayne Wiebe. Der Kanadier war im letzten Jahr einer der dominierenden NLB-Spieler, vermag in dieser Saison aber kaum einmal aus dem EHCO-Kollektiv herauszuragen.

Potenzial wäre vorhanden

«Eigentlich mache ich nichts anders als letzte Saison», zeigt sich Wiebe selber etwas ratlos über seine Baisse. Kämpferisch gibt sich der 24-jährige Kanadier gleichwohl: «Wenn es nicht läuft, muss man noch härter arbeiten. So lange, bis sich der Erfolg wieder einstellt.»

Für Wiebe gilt wie für das gesamte Oltner Team: Das Potenzial zu deutlich besseren Leistungen wäre da – es ist bislang aber noch in keiner Weise ausgeschöpft worden. «Jeder weiss, dass wir deutlich stärker spielen können», formuliert es Wiebe.

Bislang drei deutliche Siege

Trotz der schwachen letzten Wochen winkt dem EHCO im heutigen Heimspiel gegen Schlusslicht Thurgau die Chance, mit einem Vollerfolg zumindest temporär auf Rang 4 in der Tabelle vorzustossen. 4:0, 5:1, und 5:0 hat Olten die Ostschweizer in dieser Saison bislang schon bezwungen.

Besteht da die Gefahr, dass der Gegner unterschätzt werden könnte? «In unserer Situation», meint Wiebe, «müssen wir uns darauf konzentrieren, unser eigenes Spiel zu verbessern. Gegen wen wir spielen, ist eher sekundär.»

Olten klarer Favorit

Ein Unterschätzen der Thurgauer könnte sich denn auch fatal auswirken. Mit Adrian Wichser, Benjamin Winkler oder Andreas Küng verfügt das Team von Coach Christian Weber durchaus über Spieler, die in der NLB eine dominierende Rolle spielen können.

Vergleicht man die Kader beider Teams, ist dennoch klar, dass der EHCO als haushoher Favorit ins Spiel steigen wird. Und klettert der EHCO mit den drei budgetierten Punkten tatsächlich auf Rang 4 in der Tabelle, sieht die Welt für die Powermäuse trotz fehlendem Lauf in dieser Saison schon wieder deutlich freundlicher aus.