Fürs Portemonnaie

Weshalb die Umbenennung der NLB zur «Swiss League» für Teams wie den EHC Olten Sinn macht

So sehen die neuen Logos der drei höchsten Schweizer Ligen aus: Die NLB heisst neu «Swiss League».

So sehen die neuen Logos der drei höchsten Schweizer Ligen aus: Die NLB heisst neu «Swiss League».

Die National League B heisst jetzt Swiss League. Worum es bei der Namensänderung geht und was sie für die NLB-Klubs für Auswirkungen hat.

Die frühere Nationalliga B heisst nicht mehr – wie zuletzt – National League B sondern in Zukunft Swiss League. Ein zugegebenermassen etwas gewöhnungsbedürftiger Name für die zweithöchste Stärkeklasse unseres Eishockeys. Und es ist nicht so, dass man überall hellauf begeistert ist über diese Umbenennung – vor allem nicht die Fans. Doch der Hintergrund ist klar: es geht um kommerzielle Interessen. Oder wie es die Nationalliga in ihrem offiziellen Communiqué verlauten liess: Eine «Repositionierung».

Ein Zückerchen für die Sponsoren

Wer diese Umstellung gewünscht hat, ist auch ein offenes Geheimnis: der neue TV-Rechteinhaber «Mysports». Deshalb haben die NLB- bzw. Swiss-League-Vertreter diesem Rebranding letztlich auch zugestimmt. Gerade für ambitionierte Teams wie den EHC Olten bietet der neue Fernsehvertrag nämlich neue finanzielle Möglichkeiten. Oltens Geschäftsführer Peter Rötheli, der dieser Tage mal wieder Klinken putzt bei potenziellen Sponsoren, kann, wie er es ausdrückt, «jetzt ein Zückerchen mehr anbieten». Mysports wird, so der Plan, 25 Swiss-League-Spiele der Qualifikation live übertragen, zusätzlich noch die Playoffs.

Angedacht ist auch eine Studiosendung, welche der Liga, die so sehr um grössere Anerkennung ringt, eine noch grössere Plattform bieten würde – und somit auch den Sponsoren. Vor diesem Hintergrund macht die Umbenennung für die B-Klubs also durchaus Sinn, wenngleich der Name an sich wenig Sinn macht.

Die Eishalle Kleinholz wird bald wohl mehr im Fernsehen zu sehen sein.

Die Eishalle Kleinholz wird bald wohl mehr im Fernsehen zu sehen sein.

Wichtige TV-Gelder

Froh ist Peter Rötheli auch, dass punkto Swiss-League-Spielplan endlich eine Lösung gefunden wurde – ungeachtet dessen, wie die Konkurs-Saga um Red Ice Martigny endet. «Wir sind mit den Varianten zufrieden», sagt der EHCO-Geschäftsführer. Bei einer Zwölferliga bliebe alles beim Alten. Mit nur elf Teams hätte der EHC Olten zwar ein Heimspiel weniger, dafür würde aber der Anteil an den TV-Geldern, die von Mysports fliessen, ohne Martigny grösser. «Das würde den Einnahme-Ausfall in etwa kompensieren», so Rötheli.

Der nächste wichtige Termin steht für den Klub am 6. Juli an. Dann findet die GV der EHCO AG an. Dann wird der langjährige VR-Präsident Benvenuto Savoldelli verabschiedet. Dann wird der neue starke Mann an der Spitze vorgestellt, der die Oltner in eine vielversprechende Zukunft führen soll. Die Swiss League soll den EHC Olten schliesslich nicht mehr lange kümmern. Ziel ist es, eher früher als später ein Teil der «National League» zu werden. So heisst neuerdings die ehemalige NLA.

Meistgesehen

Artboard 1