Volleyball

Wer vollendet das perfekte Drehbuch und schafft den Aufstieg in die Nati B?

Wer schlägt am Wochenende zu: Luis Geiser (Olten)...

Wer schlägt am Wochenende zu: Luis Geiser (Olten)...

Am Samstag und Sonntag kommt es zum NLB-Aufstiegs-Showdown zwischen Olten und Schönenwerd. Beide Teams planten bei Saisonbeginn nicht mit dem Aufstieg - doch nun wollen sie ihn beide.

Eine bessere Affiche hätten sich die Erstligisten des TV Schönenwerd und des SV Olten nicht wünschen können: Die Derbykontrahenten duellieren sich am Samstag (13.30 Uhr, Feld Schönenwerd) und tags darauf (15 Uhr, Stadthalle Olten) in einer Finaldoppelrunde um den direkten Aufstieg in die Nationalliga B. «Diese Saison hat bislang ein perfektes Drehbuch geschrieben», meint «Schöni»-Trainer Nikolas Buser zur besagten Ausgangslage.

Wer aber geht als lachender Sieger und Aufsteiger hervor und vollendet damit das spektakuläre Drehbuch? «Die Favoritenrolle liegt beim TV Schönenwerd. Wir können ohne Druck aufspielen», macht Oltens Trainer Markus Studer klar. Der SVO habe sich deshalb zum Ziel gesetzt, den Niederämtern ein Bein zu stellen und an deren Stelle den Aufstieg zu feiern. Buser sieht die Rollenverteilung anders: «Die Chancen stehen 50:50. Denn die Teams begegnen sich auf Augenhöhe – jedoch mit minimalen Vorteilen unsererseits.»

Zwei Siege für den Aufsteiger

Bereits vor den Playoffs standen sich Qualifikationssieger Schönenwerd und das zweitplatzierte Olten zweimal gegenüber – jeweils mit dem besseren Ende für die aus der 2. Liga aufgestiegenen Dreitannenstädter. TVS-Coach Buser sieht die beiden Niederlagen denn auch als mentalen Vorteil: «Wir haben etwas gutzumachen. Die Motivation, Olten zu besiegen, ist enorm gross.» Sein Gegenüber, Markus Studer, sieht den mentalen Vorteil allerdings bei seiner Mannschaft: «Die beiden Qualifikationssiege haben wir im Hinterkopf abgespeichert. Sie verleihen uns viel Selbstvertrauen.»

Aufstiegslust verspüren wenige Tage vor dem Entscheidungswochenende beide Teams, obwohl sie sich diesen zu Saisonbeginn nicht auf die Fahne geschrieben haben – der TVS nicht und der SVO schon gar nicht. «Mit uns hat in Bezug auf den NLB-Aufstieg gar niemand gerechnet. Wir selber auch nicht», sagt Oltens Trainer Studer. «Aber jetzt sind wir in den Final gekommen und wollen das Bestmögliche herausholen.» Der SV Olten darf denn auch als die grosse Überraschung in dieser 1.-Liga-Meisterschaft bezeichnet werden. An den TV Schönenwerd mit seinen jungen, talentierten Spielern waren die Erwartungen dagegen ungleich höher. So sagt Buser im Hinblick auf die mögliche Promotion: «Der Zeitpunkt ist der richtige. Der Grossteil der Spieler ist bereit für diesen Schritt.»

Hilfe von den NLA-Spieler?

Sowohl Studer als auch Buser werden beim grossen Showdown von heute Samstag und morgen Sonntag auf ihr jeweils komplettes Kader zurückgreifen können. Der Niederämter Trainer hat allerdings noch ein zusätzliches Ass im Ärmel. Denn am Sonntag besteht für ihn die Möglichkeit, auf Spieler aus dem NLA-Team des TV Schönenwerd zurückzugreifen. Wie gross die Chancen sind, dass er dies tun wird, will er nicht sagen. «Ich will mir nicht zu sehr in die Karten blicken lassen», sagt Trainer Buser und lacht. Er verrät allerdings, dass die vier Junioren aus dem Fanionteam sowie Marco Völlmin für einen möglichen Einsatz infrage kommen.

Meistgesehen

Artboard 1