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Wenn sich vier streiten: Start der Aufstiegsspiele für die 2. Liga

Er war in den letzten Saisons stets der Torgarant des FC Klus/Balsthal. Schiesst Routinier Deniz Mendi den Klub jetzt endlich zurück in die höchste Regionalliga des Kantons? (Archiv)

Er war in den letzten Saisons stets der Torgarant des FC Klus/Balsthal. Schiesst Routinier Deniz Mendi den Klub jetzt endlich zurück in die höchste Regionalliga des Kantons? (Archiv)

Klus/Balsthal, Zuchwil, Niederbipp und die zweite Mannschaft des FC Subingen kämpfen ab Freitag in der Promotionsrunde um die beiden freien Plätze in der 2. Liga. Als Gruppensieger sind der FC Klus/Balsthal und der FC Zuchwil in der Favoritenrolle.

Wie der Cup hat auch die Promotionsrunde ihre eigenen Gesetze. Drei Spiele entscheiden über den Aufstieg, einen Ausrutscher kann man sich nicht leisten. Wer behält die Nerven? Die Präsidenten der vier Vereine wagten einen Ausblick.

Rückkehr nach einer Dekade?

Vor zehn Jahren spielte Klus/Balsthal letztmals in der 2. Liga. Nachdem der Klub zwischenzeitlich sogar in die 4. Liga abgestiegen war, kehrte er 2011/12 in die 3. Liga zurück. In der vorletzten Saison qualifizierte sich der FCKB für die Promotionsrunde, verpasste den Aufstieg aber. Vor einem Jahr reichte es «nur» zum dritten Schlussrang. Jetzt nehmen die Thaler den nächsten Anlauf für die 2. Liga.

Sie holten sich den Spitzenplatz in der Gruppe 1 mit einem Vorsprung von fünf Punkten auf den FC Niederbipp. Präsident Luigi Furcillo fasste den bisherigen Saisonverlauf wie folgt zusammen: «Die Aufstiegsspiele waren von Anfang an unser Ziel. Trotz einiger Absenzen hatten wir bis jetzt keinen Hänger, was wir dem breiten Kader verdanken. Im Trainingslager im Winter ist das Team noch einmal zusammengewachsen.

Das hat sich in der Rückrunde ausgezahlt, wir haben kein Spiel mehr verloren.» Trotz des guten Laufs in der zweiten Saisonhälfte mahnte Furcillo: «Die Aufstiegsspiele sind etwas ganz anderes. Alles, was war, zählt jetzt nicht mehr. Es beginnt bei Null. Die Tagesform wird entscheidend sein. Gut ist, dass kein Spieler fehlt und wir aus den Vollen schöpfen können. Und die Spieler sind hungrig auf den Aufstieg, das spüre ich.»

Keine Ladehemmungen mehr

Egal was jetzt noch passiert, der FC Niederbipp kann sowieso schon auf eine überragende Saison zurückblicken. Nach dem Abstieg aus der 2. Liga 2008/09 waren die Bipper in den vergangenen sechs Saisons jeweils im hinteren Mittelfeld der 3. Liga klassiert. Und jetzt plötzlich der Sprung auf den zweiten Rang. «Der Aufschwung hat mit dem neuen Trainer Joetex Frimpong begonnen», erklärte Präsident Hanspeter Glutz. «Man erkennt eine klare Handschrift.» Der ehemalige Super-League-Stürmer hat den Bippern vor allem das Toreschiessen gelernt.

Dies war in den letzten Jahren stets die Schwachstelle, jetzt war der FCN das produktivste Team Gruppe 1. Wie siehts mit den Aufstiegsgelüsten aus in Niederbipp? «Wir hoffen natürlich schon auf den Aufstieg, es wäre aber keine Enttäuschung, wenn es nicht reicht. Fast wichtiger ist für uns, dass die zweite Mannschaft in die 4. Liga aufgestiegen ist. Das gibt uns die nötige Basis, mit dem Fanionteam überhaupt einmal in der 2. Liga bestehen zu können. Man will dann ja auch in der 2. Liga bleiben und nicht zu einer Lift-Mannschaft werden.»

Die Ungeschlagenen und das «Zwöi»

Furcillo und Glutz sind sich einig, dass zumindest auf dem Papier Zuchwil der ganz grosse Favorit ist. Zuchwil ist noch immer noch ungeschlagen und gewann 21 der 22 Saisonspiele. «Wir haben gewusst, dass mit dieser jungen, talentierten Mannschaft etwas drinliegt», so Präsident Michael Marti. Die fehlende Erfahrung war bis jetzt noch kein Problem. «Ich habe mit jedem Spieler einzeln gesprochen und gesagt, dass wir die Gejagten sein werden. Druck mache ich ihnen aber nicht. Denn eigentlich sind wir unserer Strategie zwei Jahre voraus. Die Aufstiegsspiele waren noch nicht das Ziel dieses Jahr. Doch wir nehmen sie gerne, wie auch den Aufstieg.»

Der vierte Kandidat für die 2. Liga ist das «Zwöi» des FC Subingen. Die erste Mannschaft spielt in der 2. Liga inter. Die Wasserämter sind also in einer Luxus-Position. «Das ist eine einmalige Situation für den Verein», bestätigt Remo Kissling. «Obwohl es sicher ein Abenteuer wäre, setzen wir alles daran, dass wir aufsteigen. Unser Vorteil ist, dass wir im Gegensatz zu den anderen drei Klubs überhaupt keinen Druck haben. Wenns klappt, ist es umso schöner.»

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