Leichtathletik
Wenn Rollstuhlsportler begeistern

Beim Abendmeeting im Oltner Kleinholz gab es Applaus wie selten zuvor. Grund dafür waren die starken Leistungen der Rollstuhlfahrer.

jonas zimmerli
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Edith Hunkeler glänzte in Olten.

Edith Hunkeler glänzte in Olten.

Keystone

Für einmal standen beim alljährlichen Leichtathletikmeeting in Olten nicht die Sprinter, Werfer oder Läufer im Vordergrund, sondern die Behindertensportler. Mit Marcel Hug und Edith Hunkeler waren nämlich Rollstuhlsportler von internationalem Format am Start. Beide setzten sich in den Rennen über 200- und 1500 Meter dann auch durch. Edith Hunkeler erzielte Zeiten von 30,46 Sekunden, beziehungsweise 3:38,95 Minuten. Noch etwas schneller war Marcel Hug. Bei ihm stoppte die Zeit über 200 Meter bei 25,70 Sekunden und über die 1500 Meter bei 3:18,00 Minuten.

Oliver Lanz bereit für Rio

Und noch einmal ein Tick schneller als Marcel Hug über 200 Meter war Sprinter Oliver Lanz. Für ihn resultierte eine Zeit von 22,23 Sekunden. «Eine zufriedenstellende Zeit für einen Lauf aus dem Training heraus», sagte er. Damit stimmt für Lanz die Form für die am 15. Juli beginnenden «Word Military Games» in Rio. Dort wird der Däniker über 200- und wahrscheinlich auch über 100 Meter am Start sein.

Nationale Spitzenleistungen gab es im Stabhochsprung: Marquis Richards und Olivier Frey übersprangen beide eine Höhe von 5,00 Metern. Im Weitsprung der Frauen zeigte Gabi Kutscherauer mit einer Weite von 6,03 Metern ebenfalls einen sehr guten Wettkampf.