Streethockey
Wenn das Motto zur Siegeshymne wird

Als klare Favoriten trafen im Rückspiel des NLA-Playoff-Halbfinals die Oberwil Rebells auf den SHC Grenchen-Limpachtal. Sie wurden ihrer Rolle nicht gerecht: Der SHC Grenchen-Limpachtal schlägt die Rebellen zu Hause klar mit 8:5.

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Solothurner Zeitung

Als klare Favoriten trafen im Rückspiel des NLA-Playoff-Halbfinals die Oberwil Rebells auf den SHC Grenchen-Limpachtal. Rund 150 Schaulustige verfolgten das Spiel auf dem Hockeyplatz beim Schulhaus Eichholz in Grenchen. Gleich zu Beginn der Partie machten beide Teams klar, dass sie dem Gegner nichts schenken wollten. So wurde die Aufmerksamkeit der Torhüter beider Mannschaften während der ganzen Begegnung auf die Probe gestellt.

Ein erster kritischer Moment für den Gastgeber zeigte sich, als Oberwil-Stürmer Merz nach einem steilen Pass in die Spitze ungehindert in Richtung Tor eilen konnte. Doch Goalie Fankhauser war nicht zu bezwingen und verhinderte einen frühen Gegentreffer. Nach einer Strafe gegen die Rebells war es Grenchen-Limpachtal möglich, in einem Powerplay Druck auf die Zuger auszuüben. Tschantz erzielte nach einem Pfostenschuss in der zwölften Minute den 1:0-Führungstreffer für den Gastgeber.

Wieder vollzählig auf dem Feld, gelang es Oberwil auf 1:1 auszugleichen. Dank Stefan Kunz war der Gleichstand aber nicht von langer Dauer, denn bereits eine Minute später schoss er das Heimteam wieder in Führung. Auf die Freude über den Treffer folgte die Ernüchterung. Ein klares Foul an Jenni, welches vom Schiedsrichter fälschlicherweise nicht gepfiffen wurde, löste Kopfschütteln aus. Das harte Einsteigen war bezeichnend für das erste Drittel dieser energiegeladenen Begegnung.

Kunz startete das zweite Drittel so, wie er das erste beendet hat- mit einem Tor für Grenchen-Limpachtal. Im Team der Gastgeber machte vom Stürmer bis zum Torhüter jeder einen ausgezeichneten Job, und so liess auch das vierte Tor nicht lange auf sich warten. Simon Rindlisbacher bewies mit einer sauber ausgeführten Täuschung sein technisches Geschick und schoss das Heimteam kurz vor Schluss des zweiten Drittels zum 4:1-Zwischenstand.

Die Kräfte wurden mobilisiert

In einem ausgeglichenen letzten Drittel machten es die Gäste aus Oberwil noch einmal spannend. Nachdem die Grenchner Röthlisberger, Tschantz und Rindlisbacher den Vorsprung mit jeweils einem Treffer auf 7:2 erhöhten, wollten die Oberwiler diesen deutlichen Rückstand nicht mehr akzeptieren. Die als Favoriten gehandelten Gäste mobilisierten all ihre Reserven und wirbelten die Grenchner Defensive noch einmal so richtig auf. Kurzerhand tauschte Oberwil seinen Torhüter mit einem fünften Feldspieler aus.

Doch auch wenn sie den Spielstand auf 7:5 verkürzen konnten, war es Roland Siegenthaler vom SHC Grenchen-Limpachtal, der das letzte Tor schoss. «Ich bin mit der Leistung des Teams und dem Schlussresultat von 8:5 sehr zufrieden», meint Captain Rindlisbacher.

Nun wird das Entscheidungsspiel am 1. Mai in Oberwil Aufschluss geben, wer als Sieger in das NLA-Playoff-Finale gegen den SHC Belpa 1107 einziehen darf. Grenchens Verteidiger Beat Isch betont: «Wir werden nochmals genauso hart kämpfen, damit der Gegner gar nicht mehr zum Spielen kommt. Ganz nach unserem Motto ‹Kämpfen und Siegen›.»