Das Frauenteam U23 mit Melanie Mathys, Flavia Zimmermann und Hannah Müller und das Junioren-Kanadierteam mit Samuel Müller, Benjamin Müller und Julius Oswald schafften an den Junioren- und U23-Weltmeisterschaften in den USA den Sprung aufs Podest.

Da die Leistungsunterschiede bei der Frauen-U23-Mannschaft zwischen der Teamleaderin Melanie Mathys aus Solothurn und der erst fünfzehnjährigen Hanna Müller ziemlich gross waren, rechnete das Betreuerteam im Vorfeld nicht mit einer Medaille, trotzdem wurde auch in den Trainings viel Zeit in das Teamtraining investiert. Dies zahlte sich aus und vor allem die Nidwaldnerin Hannah Müller wuchs im Wettkampf über sich hinaus und konnte ihre Zeit gegenüber dem Einzelrennen stark verbessern.

Unter der Führung von Mathys, die besorgt war, dass die beiden Teamkolleginnen jeweils optimal von ihrer Heckwelle profitieren können fuhren die drei Schweizerinnen ein optimales Rennen und holten sich überraschend die Bronzemedaille vor den klar besser eingestuften Tschechinnen und Französinnen.

Überraschende Junioren im Einerkanadier

Eine unerwartete Medaille für das Schweizer Team gab es am Mittwochmorgen im Teamrennen der Einerkanadier. Die beiden Nidwaldner Samuel und Benjamin Müller holten sich zusammen mit dem Solothurner Julius Oswald die Bronzemedaille. Unerwartet deshalb, weil ein Team in dieser Besetzung eigentlich gar nicht eingeplant war. Die Nationaltrainer Kristin Amstutz bemerkte, dass einige der starken Kanadier-Nationen wie Deutschland, Kroatien oder Slowenien  aus Kostengründen gar nicht drei Junioren im Einerkanadier mitgenommen hatten und daher kein Juniorenteam stellen konnten.

Nach einer Sitzung der Trainercrew, wurde der Solothurner Kajakfahrer Julius Oswald zusammen mit den beiden Nidwaldnern im Team nachgemeldet. Da er sowohl das Kajak, als auch den Einerkanadier gut beherrscht, pokerten die Trainer sogar auf eine allfällige Medaillenchance. Da sowohl das italienische, als auch das irische Team im Rennen das Ziel nicht erreichten, konnten sich die Schweizer Junioren vor dem amerikanischen Team auf dem Podest klassieren und die Planung der Nationaltrainerin ging auf.

Ausser Reichweite lagen die Tschechen und die Franzosen, die die beiden ersten Plätze unter sich ausmachten und da Julius Oswald in der schwierigsten Stelle, den Nantahala-Falls sogar noch eskimotieren musste, war auch der Podestplatz bis zur Zieleinfahrt nicht sicher.