1. Liga Handball

Weitere Pflichtaufgabe vor der erhofften Kür daheim

Gespannt erwarten die Akteure des TV Solothurn und Trainer Matthias Heger (rechts) den zweiten Vergleich mit Einsiedeln.

Gespannt erwarten die Akteure des TV Solothurn und Trainer Matthias Heger (rechts) den zweiten Vergleich mit Einsiedeln.

Der TV Solothurn trifft nach dem erfolgreichen Start in die Finalrunde auswärts auf Einsiedeln (heute Mittwoch, 20 Uhr). An die Schwyzer hat der TVS indes gute Erinnerungen.

Es war der erste wirkliche Test, den das Team von TVS-Trainer Matthias Heger in der diesjährigen Saison zu bestehen hatte. In der 1. Hauptrunde des Cupwettbewerbs traf Solothurn auf den HC Einsiedeln aus der 1. Liga Gruppe 2, der heutige Gegner und siegte 37:27. «Beide Mannschaften waren zu diesem Zeitpunkt stark dezimiert, weshalb das Spiel nicht grosse Aussagekraft hat», sagt Heger. Solothurn trat beim die Reise ins Klosterdorf mit lediglich sieben Feldspielern und zwei Torhütern an. Auch aufseiten der Schwyzer fehlten einige Stammkräfte. «Der Sieg gibt aber bestimmt eine gewisse Sicherheit und hat uns gezeigt, dass jederzeit auch andere in die Bresche springen können.»

Schwierige Einschätzung

Diese Tatsache war auch ein grosser Vorteil im ersten Spiel gegen Fides St. Gallen (33:22). «Wir waren das klar bessere Team, weshalb ich bereits nach einer Viertelstunde vermehrt durchwechseln konnte. Das hat wichtige Kräfte gespart», erklärt Heger.

Kräfte sparen konnten auch die Rückraumspieler der Einsiedler. Nicht, weil sie ihr erstes Spiel gegen West ähnlich dominieren konnten, sondern weil der Qualifikationszweite erneut viele Absenzen zu beklagen hatte. Nicht weniger als sechs Rückraumspieler fehlten zum Auftakt der Finalrunde.

Demnach ist der heutige Gegner auch nur schwierig einzuschätzen. «Sie verfügen über sehr robuste und kräftige Spieler, die Schnellsten sind sie aber sicher nicht», sagt Heger. Tendenziell erwartet der Solothurner daher ein kampfbetontes Spiel gegen einen Gegner, der mit einer erneuten Niederlage den Aufstieg bereits abhaken könnte. «Sie werden alles versuchen, doch wir werden bereit sein.»

Überzeugende Defensive

Einzige Absenz aufseiten der Solothurner wird Oliver Zimmermann sein. Bei den Zentralschweizern ist unter anderem der Einsatz des litauischen Ex-Nationalspielers Marius Kasmaukas weiter ungewiss. Als momentane Schlüsselspieler Einsiedelns gelten aber ohnehin andere.

Torhüter Theo Ulrich zeigte bereits gegen West eine brillante Leistung und sorgte dafür, dass die Niederlage (25:30) nicht höher ausfiel. Offensiv vermochte allen voran der lettische Nationalspieler und Einsiedeln-Topskorer Janis Grisanovs zu überzeugen. Mit 10 Treffern war er einer der auffälligsten Akteure. «Gegen Fides unterliefen uns im Angriff ein paar Fehler. Unsere Verteidigung hingegen war steinhart, darauf wollen wir aufbauen», so Heger.

Erfüllt der TV Solothurn auch auswärts gegen Einsiedeln die Pflicht, winkt die Chance, die Grundlage für den Aufstieg zu Hause gegen West zu legen, um dann im Spiel 4 gegen den Mitfavoriten Pilatus alles klar zu machen.

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