Unihockey

Wegen erneuter Durchhänger ist der Qualisieg für Wiler nicht mehr drin

Wiler-Ersigen verliert den Spitzenkampf gegen die Tigers Langnau mit 3:8 deutlich. Die Langnauer ihrerseits feierten ihren 18. Sieg in Serie. Auch der Sieg in der Qualifikation scheint den Tigers nun bereit sicher zu sein.

Weder das Comeback von Philip Fankhauser noch ein über weite Strecken stark aufspielender Torhüter Zimmermann noch Topskorer Rosén mit seinen drei Assists konnten die Niederlage gegen die bissigen und kaltblütigen Tigers verhindern. Zu wenig konstant agierte die Schönbeck-Equipe über die ganzen 60 Minuten und verlor so auch das zweite Kräftemessen in dieser Saison mit den Tigers mit 3:8 deutlich.

Bereits nach 10 Minuten und drei Gegentoren sah sich Wiler-Trainer Schönbeck gezwungen, sein Timeout zu nehmen. Die Tigers hatten zwei Konter und einen Freistoss verwertet – die Wiler-Mannschaft staunte. Unter der Regie von Topskorer Rosén glich Wiler das Skore bis zum Ende des zweiten Drittels zwar aus und fand besser ins Spiel.

Doch dank dem schnellen Tor von Liechti nach der zweiten Drittelspause (42.) gelang den Tigers erneut die Führung. Das letzte Drittel ging mit 0:5 Toren verloren. «Zu Beginn waren wir schlicht nicht parat. Das war desolat», fand Dave Wittwer, der Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:3-Anschlusstreffer klare Worte.

«Und danach vergaben wir vor allem im zweiten Abschnitt zu viele Chancen und liessen die nötige Cleverness vermissen.» Wiler krankt nach wie vor daran, immer wieder einen oder mehrere Durchhänger in einem Spiel zu haben. Es wird das Übel nicht los.

18. Sieg in Serie für Tigers

Die Tigers dagegen haben einen unglaublichen Lauf: die Schneider-Truppe feierte den 18. Erfolg in Serie – einzig die ersten zwei Saisonmatches gingen verloren. «Manchmal frage ich mich, wann die Niederlage kommt», scherzte ein gut gelaunter Tigers-Coach Markus Schneider nach dem Match. Fünf Punkte führen die Tigers nun vor Wiler – der erstmalige Qualisieg dürfte ihnen damit nicht mehr zu nehmen sein.

Und ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass in den letzten sieben Jahren jeweils der Qualisieger Schweizermeister wurde. «Darauf gebe ich nichts», sagte Schneider, auch wenn er Statistiken gern habe. Viel wichtiger war für ihn die Erkenntnis, dass sein Team der Druckphase im Mitteldrittel von Wiler erfolgreich standhielt. «Rückblickend war das der Schlüssel zum Erfolg.»

Für beide Teams geht es am Wochenende mit der zweitletzten Ligarunde und dem Cuphalbfinal weiter. Die Tigers treffen am Sonntag zu Hause auf GC und Wiler auswärts auf Malans. Damit könnte es schon am 1. März beim Cupfinale erneut zum Berner-Derby kommen.

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