Basketball

Wegen einer Regel des Weltverbands hat der BC Solothurn ein Hallenproblem

Solothurns Basketballer haben ein Hallenproblem.

Solothurns Basketballer haben ein Hallenproblem.

Der Basketballclub Solothurn befindet sich in seiner bislang erfolgreichsten Saison und strebt mit der ersten Garde den Titelgewinn an. Doch das Team kann derzeit nur mit einer Ausnahmebewilligung in der 1. Liga spielen.

Mit jeder Partie rückt der BC Solothurn dem Ziel ein wenig näher. «Es wird nicht einfach werden, aber die Chancen stehen gut. Wir spielen immer noch, um zu gewinnen», erklärt Spielertrainer Nicolas Kofmel. In dieser Saison ergänzen Neuzuzüger wie die ehemaligen NLB-Spieler Michael Polite, Bernard Krajina und Jason Perry sowie einige Junge der hauseigenen U19 das Kader der 1.-Liga-Mannschaft. «Wir versuchen immer mehr U19-Spieler zu integrieren, denn unser Ziel ist zu gewinnen und gleichzeitig die Jugend zu fördern», sagt Kofmel – mit Erfolg. Zum ersten Mal ist der Club auf jeder Jugendstufe präsent: U10, U12, U14, U16 und U19.

Neue Regel des Weltverbands

Dem Erfolg des Clubs stünde also nichts im Weg, wäre da nicht noch das Hallenproblem. Weil der Schweizerische Basketballverband LNBA im Sommer 2012 die neuen Regelungen des Weltverbandes Fiba eingeführt hat, sah sich der BC im August gezwungen, auf eigene Kosten neue Bodenmarkierungen in der CIS-Halle anzubringen. «Das ist aber nur ein Provisorium. Der LNBA-Präsident gab uns die Bewilligung für diese Saison, damit wir in der 1. Liga spielen können», klärt der Spielertrainer auf. Und die Halle der Kantonsschule, wo der BC auch noch trainiert, entspricht trotz neuem Hallenboden ebenfalls nicht den Anforderungen, um 1.-Liga-Spiele durchzuführen.

Sanierung der CIS-Halle geplant

Die Situation soll sich aber ändern, denn im Sommer ist die Sanierung der CIS-Halle geplant. Ob es so weit kommt oder ob der Club eine weitere Saison ohne regelkonforme Halle bleiben und nicht mehr spielberechtigt sein wird, daran will der 29-Jährige noch nicht denken. Momentan liegt sein Fokus ganz auf dem Coaching seiner 1.-Liga-Mannschaft, denn Kofmel hat sich im letzten Vorrundenspiel einen Bänderriss zugezogen und muss nun für sechs Wochen pausieren. Zusammen mit dem 44-jährigen Polite übernimmt er die Arbeit von Samir Moumene, der seit November seinem Traineramt aus beruflichen Gründen nicht mehr nachgehen kann.

Trotz Trainer- und Hallenmangel lassen die Solothurner den angestrebten Titel und den Aufstieg nicht aus den Augen. «Mit Polite und Perry muss das Ziel der NLB-Aufstieg sein», sagt der 24-jährige Krajina, der letzten Sommer vom B-Ligisten Aarau nach Solothurn wechselte. Auch der Trainer der 2. Mannschaft, Ivo Bessire, ist überzeugt, dass die Neuen eine gute Stütze sind und wichtige Erfahrungen einbringen können.

Vor den Viertelfinals stehen dem BC jedoch noch fünf Partien der Zwischenrunde bevor. Das Heimspiel, das dieses Wochenendes hätte stattfinden sollen, musste – wegen Hallenbelegung – verschoben werden. Zum Einsatz kommt der BC erst wieder am 16. März in Cossonay. Bis dahin sollte auch Kofmel wieder spielbereit sein. Damit er pünktlich zu Beginn der Playoffs für das Team scoren und versuchen kann, den Titel zum ersten Mal nach Solothurn zu holen. (ces)

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