2. Liga inter

Weder Langenthal noch Subingen waren mit der Punkteteilung zufrieden

Im 2. Liga-inter-Duell trennten sich Subingen und Langenthal mit einem 2:2. Am Ende waren beide Mannschaften sind unzufrieden mit dem Spiel und haderten mit den ausgelassenen Chancen für den Sieg.

Mathieu Wolownik lag nach dem Schlusspfiff noch lange mitten auf dem Rasen und verbarg sein Gesicht in den strahlend weissen Handschuhen. Denn dass er keine strahlend weisse Weste hatte, das war dem Langenthaler Goalie mehr als bewusst. Kurz nach der Pause hatte er einen von der Seite aus etwa 35 Metern getretenen Freistoss total falsch eingeschätzt. Der Ball senkte sich unter die Latte zum 1:1. Den Subinger Ausgleich musste Wolownik auf seine Kappe nehmen. «Bis dahin hatten wir den Gegner klar dominiert, das waren zwei Klassen Unterschied», kommentierte FCL-Trainer Willy Neuenschwander den Spielverlauf. «Unglaublich, dass wir dem Gegner wieder zurück ins Spiel verhalfen.»

Denn das Derby hatte so begonnen, wie es die Rollenverteilung erwarten liess: Favorit Langenthal stürmte wie wild los und wäre schon mit dem ersten Angriff beinahe in Führung gegangen. Subingens Goalie Drazen Petrovic konnte im letzten Moment noch vor Vulkan Karaboga retten. Eine Angriffswelle nach der anderen rollte gegen das Subinger Tor – aber die Führung gelang nicht. Kurz vor der Pause blies Langenthal nach einem Waffenstillstand nochmals zum Grossangriff. Endlich gelang Gregory Gemperle die längst überfällige Führung für Langenthal.

Bise sorgte für die Wende

Nicht einmal mehr die sehr optimistischen Subinger Fans hätten zu Beginn der zweiten Hälfte Geld auf ihre Mannschaft gewettet. Doch dann folgte der bereits beschriebene Lapsus des FCL-Goalies und es hiess 1:1 – Torschütze war die Bise. Subingen nutzte die Konsternation und setzte sofort nach. Fünf Minuten mit guten Angriffen genügten, und Altay Kahraman konnte dem Match mit dem 2:1 die Wende geben.

Es kam noch besser für die Solothurner: Fazli Lipoveci, der bereits verwarnt war, leistete sich weitere Fouls und sah die zweite gelbe Karte, logischerweise gefolgt von der roten. Aber Langenthal griff auch mit einem Mann weniger ungestüm an. Subingen wusste kaum mehr, wo wehren, und konnte nur dank ausgezeichneter Disziplin den Ausgleich verhindern. Aber die Subinger Einwechselspieler boten erhoffte Entlastung. Im Gegenteil: Langenthal wurde noch überlegener.

Dann brauchte es eine unsportliche Geste von Roger Felber, um Langenthal das 2:2 zu ermöglichen. Er stand dem Subinger Goalie Petrovic auf den Fuss und stiess diesen um. Deshalb kam Vojan Cvijanovic völlig unbedrängt zum Kopfball. So ärgerten sich am Ende beide Seiten über einen entgangenen Sieg – keiner freute sich über den gewonnenen Punkt.

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