Unihockey
Weder die Grippe noch Lok Reinach kann Wiler stoppen

Wiler-Ersigen feiert mit dem 8:2 gegen Lok Reinach den dritten Heimsieg innert fünf Tagen - dabei überzeugen die jungen Wilden.

Pia Schüpbach
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Wiler-Ersigens Philipp Fankhauser lässt sich auch durch die Grippe kaum in die Knie zwingen. (Bieri/archiv)

Wiler-Ersigens Philipp Fankhauser lässt sich auch durch die Grippe kaum in die Knie zwingen. (Bieri/archiv)

AZ

Das Bild stand fürs ganze Spiel: Während die Wiler-Spieler bereit waren fürs zweite Drittel, weilte ein Teil der Aargauer noch in der Garderobe. Die Schiedsrichter pfiffen genauso wie die Zuschauer. Und als es endlich losging, fielen gleich reihenweise Tore, nachdem das erste Drittel noch torlos geendet hatte. Adrian Zimmermann schoss Wiler in Führung und löste damit die Blockade.

Verwundert rieben sich die Zuschauer die Augen über den Torschützen des 2:0: Matthias Hofbauer - er sass geschwächt von der Magendarm-Grippe auf der Bank - zog die Trainerjacke aus, berührte den Ball einmal und brachte ihn gleich im Tor unter. Danach zog er sich die Jacke wieder über und schaute für den Rest des Spiels grösstenteils zu.

«Vielleicht hat die Grippe gut getan»

Die Magendarm-Grippe hatte im Verlauf der Woche nicht nur ihm Kräfte geraubt, sondern 17 weiteren Spielern. Dazu kam das happige Programm mit drei Heimspielen in einer Woche, zuletzt mit dem Cupsieg gegen die Tigers Langnau. Doch nicht die Wiler-Spieler wirkten ausgelaugt, sondern die Aargauer.

Zwar hatte die Magendarmgrippe am Dienstag auch Lukas Meister niedergerafft, doch der Youngster glänzte tags darauf mit seinem ersten NLA-Tor gegen Grünenmatt, gestern doppelte er gegen Lok mit zwei weiteren Treffern nach. «Vielleicht hat uns die Grippe sogar gut getan», sagt er lachend. «Denn so sind wir als Team noch näher zusammengerückt.» Die Freude über seine NLA-Tore stand Meister ins Gesicht geschrieben. «Jetzt sollen noch ein paar mehr dazu kommen.»

Je länger das Spiel dauerte, desto dominanter trat Wiler auf. Das Mauern im ersten Drittel schien den Gas müde gemacht zu haben. Wiler zog im zweiten Drittel auf 5:0 davon. Doch diesmal kamen die Reinacher energischer aus der Garderobe: Gustafsson traf zum ersten Mal für Lok. Es blieb indes nur ein Ausrufezeichen. Nun schossen Wilers Talente wie Meister, Matthias Gloor und Philipp Fankhauser die Tore. Da half Loks Aufbäumen in den letzten Minuten des Spiels nichts mehr. Mit 8:2 besiegte Wiler den Aussenseiter standesgemäss.

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