Regionalsport-Oscars
Wechsel des Jahres: Daniela Ryf

Alles hat ein Ende, auch das Sportjahr 2014. Somit ist es höchste Zeit, die Heldinnen und Helden des Regionalsports zu küren - sechs an der Zahl. Dies ist der dritte Teil.

Michael Schenk
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Gehörte im Vergangenen Jahr im Triathlon zu den absolut Besten: Daniela Ryf.

Gehörte im Vergangenen Jahr im Triathlon zu den absolut Besten: Daniela Ryf.

Keystone

Nach den Olympischen Spielen in London 2012 war sie heisse Anwärterin auf die goldene Wurst für die «enttäuschendste Leistung». Vom ersten Schwimmmeter an befand sich die Triathletin Daniela Ryf im falschen Film. 2014 nun hat die 28-jährige Feldbrunnerin in die VIP-Etage gewechselt. Vor einem Jahr hätte sie nicht einmal davon zu träumen gewagt. Ironmänner und -frauen waren für sie damals noch nicht ganz «dichte» Wesen.

Coach Brett Sutton jedoch überzeugte die Solothurnerin, es heuer in Zürich am Tag nach dem Wettkampf auf der olympischen Distanz gleich noch mit einem Ironman zu versuchen. Ein dediziert lustiger Versuch sollte es werden. Aus lustig wurde dann wow! Ryf gewann und gewann später auch noch in Kopenhagen und qualifizierte sich so für Hawaii. Auf Big Island belegte sie auf Anhieb Platz 2. Ein wahres Wechselbad der Gefühle, Distanzen, des Medieninteresses, Gehaltes und Renommees, das Daniela Ryf da heuer erlebt hat.