Eishockey

Was zeichnet einen guten Boxplay-Spieler aus?

Simon Schnyder im erbitterten Kampf um den Puck.

Simon Schnyder im erbitterten Kampf um den Puck.

Simon Schnyder beim EHC Olten jener Spieler ist, der am wenigsten Gegentreffer zulässt – Heute trifft er mit seinem Team im Cup auf die SCL Tigers.

Sagt Ihnen der Name Michael Neininger, im Zusammenhang mit dem Boxplay des EHCO, irgendetwas?

Simon Schnyder: Ehrlich gesagt, nein.

Er war der Einzige, welchem gegen den EHCO in Unterzahl in den letzten knapp 540 Minuten oder 9 Spielen ein Tor gelang.

An diese Situation mag ich mich nicht speziell erinnern, es hat sich nicht «eingebrannt» bei mir (lacht).

Können Sie sich denn noch an Ihre beiden Boxplay-Gegentreffer der laufenden Saison erinnern?

Es gibt schon so Situationen, die einem bleiben. Einer war, wenns mir recht ist, schön herauskombiniert. Die meisten solche Situationen sind mir aber nicht mehr präsent, denn, über eine ganze Saison, kriegt man schon den einen oder anderen Gegentreffer (schmunzelt). Einer ist mir hingegen geblieben, das war letzte Saison in Visp. Da zeigte Kowalew bei fünf gegen drei einen Flippass an, ich dachte noch, «Was macht der, er zeigt den Pass ja noch an». Doch der kam perfekt, und dann lag der Puck im Tor. Solch spezielle Situationen bleiben schon länger haften.

Wie schaut es beim heutigen Gegner aus, den SCL Tigers? Verfügen sie über gute Powerplay-Spieler?

Sie haben Nüssli, der sackstark schiessen kann von oben. Und sie haben ein paar Techniker, die auch im Powerplay das Spiel aufziehen können.

Ist das Powerplay der Langnauer denn auch wirklich gut? Im ersten Spiel in dieser Saison habt ihr immerhin sechs Minuten Unterzahl schadlos überstanden …

(Lacht.) Sie hätten die Spieler dazu, doch das kennen wir selber: manchmal läufts, manchmal weniger. Das Spielermaterial ist bei ihnen zweifellos vorhanden. Da gilt es, aufzupassen, und ein gutes Boxplay zu spielen.

Könnte eine gute Box auch heute der Schlüssel zum Erfolg im Cup sein?

Mit der grösseren Zone ist es so, dass Power- und Boxplay wichtiger geworden sind – und werden. Häufig entscheiden deshalb sicher diese Special Teams eine Partie. Über- oder Unterzahlen sind oft Schlüsselmomente.

Apropos grössere Zone: Ist es für die verteidigende Mannschaft tatsächlich schwieriger geworden? Denn Ziel der Vergrösserung war ja, dass es mehr Treffer gibt – doch das scheint (noch) nicht der Fall.

Am Anfang war es schwieriger, denn vor allem die Verteidiger hatten im Angriffsdrittel mehr Platz. Gleichzeitig ist es aber für den Stürmer schwieriger, denn er hat die weiteren Wege. Für die Verteidiger hingegen hat sich nicht viel geändert, es kommen mehr Schüsse von oben, das hat geändert. Die Stürmer scheinen sich jetzt langsam an die neue Situation gewöhnt zu haben, doch mir scheint es auch nicht, dass es deswegen mehr Tore gibt.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1