Endlich gehts los mit der Saison 2017/18: Der EHC Olten startet heute Mittwoch in die neue Spielzeit. Und wie: Gleich zwei Mal in Folge gastiert Meister und Erzrivale Langenthal, erst als Meisterschaftsauftakt (TV-Spiel) ausgetragen, sechs Tage später als Cupknaller.

Euphorie herrscht vor Saisonstart beim EHC Olten immer. Doch noch selten war die Stimmung – in der Kabine und auf den Zuschauerrängen – vor dem ersten Spiel besser. Das mag insbesondere nach der katastrophalen Vorsaison auf den ersten Blick erstaunen, ist aber nicht mehr als die logische Folge zielstrebiger Arbeit. Nach dem Viertelfinalaus hatte der EHCO einen turbulenten Frühling erlebt: 13, teils langjährige, Spieler mussten ihr Schränkchen räumen, 15 neue Spieler wurden verpflichtet.

Noch mehr: Der Verwaltungsrat wurde auf stolze zehn Personen aufgestockt. Mit Marc Thommen an der Spitze weht ein frischer Wind. Mit dem klaren Schnitt und der angestrebten Professionalisierung unterstreicht der Klub, wohin er will: In die National League. Man musste sich unter der sportlichen Leitung von Köbi Kölliker eingestehen, den Dreijahresplan mit Ziel NLA-Aufstieg nicht konsequent genug verfolgt zu haben.

Die Fallhöhe wurde grösser

Doch der radikale Umbruch birgt nun auch Risiken. Die Fallhöhe ist grösser geworden, die Ernüchterung bei einem erneuten Scheitern wäre immens. Trotz oder gerade wegen den zahlreichen neuen Gesichtern ist es nicht selbstverständlich, dass die Mechanismen bereits greifen, die es für einen Aufstieg zwingend braucht. Die Gefahr ist gross, dass man bereits jetzt Wunder erwartet. Dabei wird das Team jede Minute brauchen, um sich zu finden. Und sie ist auf die Geduld und Unterstützung der Fans angewiesen, die in letzter Saison eher zu kurz gekommen ist.

Aber: Das Potenzial im Kleinholz ist riesig, die Mischung aus Erfahrung und Unbekümmertheit scheint zu stimmen. In Olten kann Grossartiges entstehen.