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War das der Befreiungsschlag des FC Solothurn? 4:0-Sieg gegen Concordia

Der FC Solothurn meldet sich mit einem verdienten 4:0 im Kampf gegen den Abstieg zurück. Es war dies der erste Sieg im ersten Meisterschaftsspiel unter dem neuen Trainer Aziz Sayilir.

Nach der 2:6-Cuppleite vor Wochenfrist gegen Muri nützte Aziz Sayilir seine erste ganze Trainingswoche als neuer Teamchef des FC Solothurn intensiv und kam zu einem ersten Teilerfolg. Seine Marschrichtung – aufgebaut auf konsequentes Pressing – bildete die Basis zum klaren Lebenszeichen. Gleich mit 4:0 setzte sich der FC Solothurn gegen Concordia Basel durch. «Mein Ziel ist es, alles zu probieren und nie aufzugeben», umschreibt er seine Philosophie.

Mit Pressing zum 1:0

Vorerst brauchte die Heimelf indes eine kurze Anlaufzeit. Concordias Taktik, mit viel Ballbesitz den Gegner unter Druck zu setzen, ging nur in den ersten Minuten auf. Ein einziges Mal, in der zweiten Minute, hatte FCS-Torhüter Dedaj die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Der 26-Jährige lenkte einen Thüring-Schuss zum einzigen Gäste-Eckball der Partie über die Latte. Defensiv agierten die Solothurner kompakt und konzentriert. Sie liessen den offensiv ausgerichteten Baslern nichts zu. Die Ambassadoren konnten dadurch die Effektivität des Gastes entscheidend einschränken. Die Folge: Die Einheimischen erhielten mit ihrer Einsatzbereitschaft und ihrem Kampfwillen Oberwasser.

Mannschaftsdienlichkeit war ein weiteres Gebot. Die Stadionelf ging zusehends mehr in die Offensive. Auch wenn sie mit unpräzisen Zuspielen oder fehlendem Spielverständnis Ballverluste in Kauf nehmen musste, gewann ihre Offensive an Kraft. Die Belohnung folgte in der ersten Nachspielminute der ersten Halbzeit. Dank Pressing kam Mertoglu 20 Meter vor dem Gästetor zentral in Ballbesitz. Der Aussenläufer nahm Risiko und traf am linken Torpfosten ins Netz – 1:0-Führung. «Dieses erste Tor war der Befreiungsschlag», sagte Sayilir.

Selbstvertrauen gewonnen

Dieses Tor war Ansporn für die zweite Halbzeit und wies die Richtung für die Fortsetzung. Wieder dank Pressing holten die Solothurner in der 54. Minute einen Freistoss heraus. Mertoglu erhöhte aus 17 Meter direkt in die weitere linke Ecke zum 2:0. «Jede gute Aktionen ist positiv und hilft uns, unser Selbstvertrauen wieder zurückzuholen», erklärte Sayilir. Die Platzherren zogen sich nicht zurück. Eine Balleroberung Fleurys und eine Flanke Walthers von links ermöglichten Titton den dritten Treffer (61.).

Konsequent bis zuletzt

Defensiv weiterhin solidarisch und solide, dominierten die Gastgeber Concordia bis zum Schlusspfiff. So setzte Walther auch in der Schlussminute konsequent nach und gewann ausserhalb des Strafraums das Duell gegen «Congeli»-Goalie Stocker. Er begleitete den Ball seelenruhig über die Linie zum 4:0-Endstand. «Dies ist erst ein erster Schritt, der uns zeigt, dass der Ligaerhalt mit unserem Motto «alles gemeinsam» möglich ist», fasste Sayilir zusammen.

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