19 Kämpfe wurden an der gut organisierten «Swiss Las Vegas Night» präsentiert, die jedes Jahr vom offiziellen Verband World Boxing Council (WBC) durchgeführt wird.

Die Zuschauer hielten den Atem an

Nach gut vier Stunden spannender Kämpfe stieg der Puls der anwesenden Mitglieder des Raion Dojo: Ihr Head-Coach und Vereinspräsident Levent Liechti stieg in den Ring. Das Warten hat sich gelohnt. Der Fighter präsentierte einen sauberen und spannenden Kampf. Während er und sein Gegner Daniel Stefanovski sich in der ersten Runde noch abtasteten, ging es ab der zweiten Runde ans Eingemachte. Liechti überzeugte mit technisch starken und zugleich harten Kick- und Boxkombinationen. Auch sein Knie setzte der Fighter gekonnt ein und traf seinen Gegner mehrmals gezielt in den Bauch und in die Seiten des Oberkörpers. Er hatte einen guten Gegner vor sich, der ebenfalls austeilte, Liechti deckte jedoch in den richtigen Momenten. Die Raion Schüler hielten über drei Runden den Atem an. Dann wurde das Ergebnis verkündet. Die Richter werteten unterschiedlich, was schliesslich zu einem Unentschieden führte.

Für die Raion-Zuschauer war diese Wertung nicht nachvollziehbar. Aus ihrer Sicht dominierte der Wangener ganz klar über mindestens zwei Runden.

Ein Sportler mit Kämpferherz

Der Verein ist stolz auf die starke Leistung ihres Präsidenten. Für viele SchülerInnen ist ihr Trainer ein Vorbild. «Er hat einfach ein Kämpferherz. Für den Galakampf hat er spontan zugesagt, obwohl weder der Gegner, noch die Anzahl der Minuten, die gekämpft werden sollen, fest standen. Für ihn zählt nur das Kämpfen: Egal wer vor ihm steht, er gibt Vollgas und zeigt was er kann. Davon könnte sich manch anderer Wettkämpfer eine Scheibe abschneiden», meint eine Schülerin.

Für Liechti selber ist die Wertung zweitrangig: «Ich wollte einen sauberen Kampf liefern, im Ring diejenigen Dinge umsetzen, die ich mir im Vorfeld vorgenommen habe und einfach alles geben. Das ist mir gelungen. Deshalb war der Fight ein Erfolg für mich, Wertung hin oder her», erklärt er. 

Liechti kann auf mehrjährige Kampferfahrung zurück blicken. Er ist Europameister in K-1 und Schweizermeister des Verbandes Swiss Combat System (SCOS). Nach einer zweijährigen Pause, die er dazu nutzte, um den Verein Raion Dojo zu gründen, steht er nun wieder im Ring. «Das Kampf-Fieber hat mich wieder gepackt. Der Fight in Basel war sicher nicht mein letzter Wettkampf dieses Jahr», sagt er. «Jetzt mache ich aber ein paar Tage Pause. Danach geht’s zuerst einmal weiter mit der Sportwoche von schweiz.bewegt», meint Liechti weiter.