1. Liga Fussball

Wangen kommt gegen Grenchen nicht vom Fleck

Wangen-Spieler Emir Sinanovic (Mitte) sucht die Lücke zwischen den Grenchnern Verteidigern

Wangen-Spieler Emir Sinanovic (Mitte) sucht die Lücke zwischen den Grenchnern Verteidigern

Das Kantonalderby gegen Grenchen endete bei garstigem Wetter mit 1:1. Nun wollen die Wangner über die Bücher gehen. Grundsätzlich aber stimmte wenig überein bei diesem Spiel.

«Ich erwarte von meiner Mannschaft in jedem Spiel einen Fortschritt. Doch was ich heute erleben musste, war gegenüber dem letzten Auftritt ein Rückschritt.» Mit diesen Worten brachte Wangens Trainer Heiri Eggerschwiler nach Spielschluss seine Enttäuschung zum Ausdruck. «Es scheint einfach nicht möglich zu sein, zweimal in Folge zu gewinnen. Da müssen wir über die Bücher gehen.»

Es stimmte nur wenig bei Wangen

Tatsächlich stimmte an diesem nasskalten Herbstabend bei den 1.-Ligisten wenig. Die Grenchner versuchten ihr Heil meist mit weiten Pässen aus der eigenen Platzhälfte heraus. Nur einmal hatten sie damit Erfolg und da kamen ihnen die gegnerischen Abwehrspieler entgegen. In der 57.Spielminute liess Grenchens auffälligster Spieler, Ilker Tugal, mit seinem platzierten Schuss Torhüter Vilson Dedaj keine Abwehrmöglichkeit. Keine Abwehrmöglichkeit hatte zuvor auch Jefferey Grosjean im Tor der Grenchner. Wangens Innenverteidiger Danijel Knezevic wagte sich rechts aussen nach vorne und erzielte das Ausgleichstor für sein Team.

Mehr Tore wären möglich gewesen

Trotz der vielen Unzulänglichkeiten hatten beide Teams einige Möglichkeiten zu mehr als einem Tor. Beispielsweise Grenchens Markus Hubacher mit einem Kopfstoss im Anschluss an einen Eckball, der jedoch von Vilson Dedaj pariert wurde. Erstmals konnte sich der Grenchner Torsteher jedoch in der 19. Minute auszeichnen, als er einen perfiden Distanzschuss von Labinot Haziri sprunggewaltig in den Corner lenkte. Bei der besten Torchance des ganzen Spiels scheiterten George Weah und Avni Halimi am hervorragend reagierenden Jeffrey Grosjean. Grundsätzlich konnten sich die Besucher schon bei ihrem Torhüter bedanken, dass sie einen Punkt aus Wangen entführen konnten. Auch in der Folge rettete er noch zweimal schon beinahe mirakulös.

Erst in der Schlussoffensive kamen die Wangner in Bedrängnis

Erst als die Besucher zur Schlussoffensive starteten, kamen die Wangner etwas in Bedrängnis. Aber auch in dieser Phase konnten die FCG-Stürmer ihre Abschlussschwäche nicht verbergen. Das krasseste Beispiel dafür bot Patrick Funaro kurz vor dem Seitenwechsel, als er nach einem Flop von Marcio Dias mit dem offerierten Geschenk nichts anzufangen wusste und allein vor dem Wangner Tor weit daneben zielte.

Mit dem 1:1 dürften die Grenchner wohl eher zufrieden sein als die Wangner. Grundsätzlich ist das Resultat in Anbetracht des Gebotenen für beide Mannschaften noch das kleinere Übel.

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