Fussball 1. Liga
Wangen bei Olten: Eine Null-Nummer im Kampf gegen den Abstieg gegen Sursee

Der FC Wangen als Zweitletzter und der FC Sursee als Letzter trennen sich im Direktkampf 0:0. Damit ist keinem geholfen.

Edgar Straumann
Merken
Drucken
Teilen
Alessandro Fragale und Wangen bei Olten kamen gegen Sursee nur zu einem 0:0.

Alessandro Fragale und Wangen bei Olten kamen gegen Sursee nur zu einem 0:0.

Urs Lindt

Verlieren verboten war in dieser Direktbegegnung der beiden Ranglisten Letzten die klare Devise. Dennoch mangelte es hüben wie drüben nicht an guten Möglichkeiten, mindestens ein, allenfalls entscheidendes, Tor zu erzielen. Am Schluss waren die beiden Habenichtse oder Kellerkinder, wie dereinst ein bekannter Sportjournalist die Klubs am Ranglistenende bezeichnete, mit dem unentschiedenen Spielausgang halbwegs zufrieden.

So meinte auch der Trainer von Gastgeber Wangen, Salvatore Romano, dass man am Schluss noch froh sein musste, in der Nachspielzeit nicht noch ein Gegentor einkassiert zu haben, hätte doch sein Team vorher gute Möglichkeiten für das Führungstor vergeben. Tatsächlich haderten die Besucher, dass ihnen das vermeintliche Siegtor in der 93. Minute wegen einer Abseitsstellung aberkannt wurde. Wohl landete der Ball nach einer Faustabwehr des Wangner Keepers durch einen anschliessenden Kopfball im Tor, doch taxierte der Schiedsrichter eine unmittelbar vorangegangene Position eines Sursee Spielers als offside.

Die Besucher aus Sursee legten gleich los wie die Feuerwehr. Die zwangsläufig erneut umgestellte Abwehrkette der Wangner hatten in dieser Phase etwelche Schwierigkeiten, sofort den Tritt zu finden und mussten grundsätzlich froh sein, schadlos davon zu kommen. Doch dann fanden die Gastgeber ihrerseits ins Spiel und beschäftigen ihren Gegner vermehrt in dessen Platzhälfte. Ein erster Abschlussversuch endete mit einem Schuss knapp über die Querstange. Und dann zeigte Peterhans im Tor von Sursee erstmals sein Können. Reflexartig bewahrte er sein Tema vor einem Rückstand.

Als er in der 16. Minute auf einen Knaller von Besart Xhema kaum eine Abwehrchance gehabt hätte, rettete für ihn die obere Torumrandung. Nur allzu gerne hätte Labinot Aziri gegen seine vormaligen Klubkollegen seine Torgefährlichkeit gezeigt, doch machte ihm erneut Peterhans ein erstes Mal mit einer sehenswerten Parade einen Strich durch die Rechnung. Dann kam für die Wangner Nummer zehn auch noch Pech dazu, traf er doch mit seinem Kopfball nur das Aluminium. Während dieser Druckperiode der Wangner kam Sursee nur mit einer Standardsituation zu einer möglichen Torchance. Ein Freistoss aus 19 Metern wurde jedoch abgewehrt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff schien die Wangner Führung Tatsache zu werden. Labinot Aziri fand im Alleingang aber erneut seinen Meister im gegnerischen Torhüter, der mit Fussabwehr zur Ecke lenken konnte.

Unvermögen und Pech

Auch nach dem Seitenwechsel schien das Pech an Aziris Schuhsohlen zu kleben. Erneut brachte er das Streitobjekte nicht im gegnerischen Kasten unter, wurde doch der Ball irgend wie noch zur Ecke abgelenkt. Nach einer Stunde Spielzeit hatten die Besucher ihre besten Momente, doch hatte sich Wangens Abwehr längst gefunden und liess in dieser Druckperiode dem Gegner kaum gute Einschussmöglichkeiten zu. Es folgte nun eine offenen Schlagabtausch, der noch jeden Ausgang offen liess. In der 85. Minute kam der eingewechselte Dragan Gyorgiev zur Möglichkeit, den Lucky Punch zu landen. Die Mangelnde Spielpraxis war wohl mitentscheidend dafür, dass er den Ball wenn auch knapp, aber halt neben den Pfosten zielte. Dieser Lucky Punch blieb, wie eingangs erwähnt, auch dem FC Sursee verwehrt.

Auch im zweiten Spiel in Folge blieb Wangen ohne Torerfolg. Es war unverkennbar, dass ein eigentlicher Spielmacher, ein Motor im Mittelfeld, der der Mannschaft Impulse geben kann, ganz einfach fehlt. So blieb auch diesmal vieles brotlose Kunst. Will man endlich den Gefahrenbereich in der unteren Ranglistenhälfte verlassen, sollten unbedingt Punkte gegen mitgefährdete Klubs eingefahren werden.

Eine Möglichkeit dazu ergibt sich am nächsten Samstag im Auswärtsspiel gegen Zug 94. Die Zentralschweizer weisen nur einen Punkt mehr auf ihrem Konto aus.

Wangen – Sursee 0:0

Chrüzmatt, - 198 Zuschauer, - SR: Mujo Dedukic

Wangen: Häfliger; Osaj, Bekteshi, Tahiri, Milushev; Gustavo, Xhema (61. Otomo), Ates (71. Gyorgiev), Aziri; Gjidoda, Sant Anna (81. Churlinov).

Sursee: Peterhans; Vrazic, Kronenberg, Bolliger, Ehrler; Lo Priore, Trost, Souto (53. Wyder), Bieri; Liloia (60. Ajdini), Luqmon (70. Selmani).

Bemerkungen: Wangen ohne Arabaci (verletzt) und Hajdari (gesperrt). Sursee ohne Huber und Zbinden (beide verletzt) sowie Graf (gesperrt). Verwarnungen: 26. Trost (Foul), 32. Xhema (Foul), 65. Gustavo (Foul), 93. Tahiri (Foul). Cornerverhältnis 4:10.