Hornussen
Walter König ist jetzt der Wettkampf-König

«Nomen est Omen» - heisst es. Nun, im Fall von Walter König kann man das durchaus so drehen und sehen. Der 49-Jährige aus Wiler bei Utzenstorf ist seit Kurzem der Wettkampf-Obmann der Hornusser auf eidgenössischer Ebene.

Michael Schenk
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Walter König, der Obmann der Hornusser.

Walter König, der Obmann der Hornusser.

Michael Schenk

Der Wettkampf-König also sozusagen: «In dem Sinn bin ich vor allem für die Durchführung von eidgenössischen Anlässen wie dem Eidgenössischen selber oder des Eidgenössischen Gruppenmeisterschaftsfinal verantwortlich», sagt der Logistiker. Aber auch die Ausbildung von Schiedsrichtern und Rieschefs gehört in sein Ressort. Für den führeren Spitzenhornusser, der mit der HG Wäseli 7-Mal den Meistertitel gewann und 2006 auch am Eidgenössischen in Bleienbach triumphierte, ist wichtig, dass der Laden läuft. «Das ist für mich eigentlich die grösste Herausforderung», sagt er.

Er will dem Sport etwas zurückgeben

Abgelöst hat Walter König in seiner Funktion den Mittelländer Hansueli Flückiger aus Stettlen. Letzterer sagt der Schweiz nach seiner Pensionierung adieu und lässt sich an einem Ort nieder, wo es wärmer ist. «Als ich als Aktiver etwas Kürzer trat, wollte ich ein Amt übernehmen», sagt König. Dies auch darum, um dem Hornussen etwas von dem zurückzugeben, was ihm das Nationalspiel gegeben hat. Und das waren vorab viele unvergessliche Momente und wertvolle Kontakte. Just das mit dem Kürzertreten war auch der primäre Grund für König, 2009 von Wäseli zur HG Gerlafingen-Zielebach in seine Nachbarschaft zu wechseln. Von 2004 bis 2013 war der Teamleiter, der in Langenthal arbeitet und der auch als Spieler immer Leadership bewiesen hat, Eidgenössischer Nachwuchs-Obmann. «Und jetzt kümmere ich mich eben um die Grossen», sagt König.

Generalüberholung für das Eidgenössische

Zu Königs Aufgaben gehört es auch, sich Gedanken über Wettkampf-Modis zu machen. So wird diesbezüglich etwa das nächstjährige Eidgenössische in Limpach einer Total-Renovation unterzogen. Die 1. Stärkeklasse entspricht ab dann der NLA und die 2. Stärkeklasse der NLB. «Darunter wird es dann Vermischungen geben zwischen 1. und 2. Liga respektive 3., 4. und 5. Liga in den verschiedenen Stärkeklassen geben», hält König fest. Und auch der Königsausstich, der nicht notabene nicht wegen König so heisst, der in Lyss 2012 zu vielen Diskussionen Anlass gegeben hat, wird überarbeitet. Von der 5. - 8. Stärkeklasse wird nur noch der Gesamtbeste dieser vier Klassen, am Königsausstich mitschlagen dürfen. Dazu die Sieger der 4., 3. und 2. Stärkeklasse plus die vier Erstplatzierten der 1. Stärkeklasse. Ergibt also total acht Mann, die sich dann um die Königskrone balgen werden. Bei dieser Veränderung hat König freilich nicht allein, sondern zusammen mit dem Zentralvorstand Regie geführt. Der König und sein Hofstaat haben sozusagen den Königsausstich neu erfunden.