2. Liga regional
Wacker Grenchen gewinnt gegen Individualisten

Wacker Grenchen gewinnt in der 2. Liga regional das Derby gegen Ital verdient mit einem 2:0-Sieg.

Hans Peter Schläfli
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Luftkampf pur: Wackers Goalie Nico Allemann befreit gegen Italgrenchen mit der Faust. Schläfli

Luftkampf pur: Wackers Goalie Nico Allemann befreit gegen Italgrenchen mit der Faust. Schläfli

Nach einer etwas zaghaften ersten halben Stunde sorgte Michael Obrecht für das erste Raunen: Nazim Elezi hatte dem unachtsamen Gianluca Sortino den Ball vom Fuss gestohlen, aber der Ital-Goalie verhinderte mit einer tollen Parade das erste Tor. Kurz vor der Pause konnte sich der Torhüter auf der anderen Seite ein erstes Mal auszeichnen. Das Ital-Sturmduo Fragale/Chatzigeorgiou harmonierte mit Doppelpässen, aber Nico Allemann verhinderte ebenso grossartig den ersten Treffer.

In der zweiten Hälfte war zunächst die Reihe wieder an Obrecht, der Mead Demiris sicher scheinendes Führungstor verhinderte. Dann zeigte sich wieder einer der Schwächen bei Ital: Die technisch bestens beschlagenen Fussballer hielten den Ball oft zu lange am Fuss. So dribbelte Fabrizio Laus in der eigenen Gefahrenzone einen ersten und einen zweiten Gegner aus, doch beim Dritten blieb er hängen.

Der Ball kam zu Calvin Corti, der nicht lange zögerte und mit einem Gewaltschuss das 1:0 für Wacker erzielte. Gleich nach dem Wiederanstoss hätte Laus seinen Fehler fast ausgemerzt. Er löste eine schöne Ballstafette über Chatzigeorgiou zu Fragale aus, doch der Topskorer scheiterte erneut am hervorragend aufgelegten Goalie Allemann. Dennoch zeigte diese Szene, was auch für Italgrenchen gilt: Teamwork ist effizienter ist als Individualismus.

Glanzparaden der Torhüter

Die definitive Entscheidung liess dann aber nicht lange auf sich warten, und auch beim zweiten Tor verlor Ital den Ball dumm in der Vorwärtsbewegung. Silas Zurschmiede spielte einen perfekten Steilpass auf Wackers Topskorer Demiri, und Obrecht hatte auch beim 2:0 keine Abwehrchance. Damit war die Luft bei Ital draussen. Mit einem Schuss aus 45 Metern an die Latte setzte Demiri noch ein letztes Glanzlicht dieses Grenchner Derbys.

«Beide Torhüter zeigten je zwei unglaubliche Paraden und ein Unentschieden wäre auch möglich gewesen, ohne dass wir deswegen hätten reklamieren können», zog Wackers Trainer Gaudiero Pasqualino Bilanz. «Aber insgesamt hatten wir schon etwas mehr Chancen.» Sein Gegenpart bei Italgrenchen, Oscar Tavoletta, war verständlicherweise nicht ganz zufrieden. «Wir machten zu wenig aus unseren Tormöglichkeiten, weshalb Wacker verdient gewonnen hat. Nun ist für uns der Solothurner Cup enorm wichtig. Wir wollen mit einem Sieg gegen Blustavia eine Runde weiterkommen.»

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