Serrières erspielte sich zuletzt im heimischen Stadion gegen den FC Schötz ein respektables 3:3. Das Team von Ex-Xamax-Profi Charles Wittl hat den Schwung vom Aufstieg aus der 2. Liga inter mitgenommen und will auch im Spiel gegen Grenchen davon profitieren können. Etwas dagegen hat sicher FCG- Coach Hans-Peter Kilchenmann, welcher nach der unverdienten Niederlage in Basel unbedingt wieder auf die Siegerstrasse zurückkehren will. Um dies zu bewerkstelligen, braucht es eine konzentrierte Mannschaftsleistung und den Willen, am Samstag zu gewinnen.

Salihi lebt Winner-Mentalität vor

Genau diese Winner-Mentalität bringt der 20-jährige Besnik Salihi mit, welcher seit dieser Saison für den FC Grenchen in der Abwehr spielt. Sein Fussballdebüt gab er im Alter von 6 Jahren bei den F-Junioren des FC Ostermundigen. Später spielte er für das Team Bern West und in den letzten fünf Jahren stand er im Dienste der Berner Young Boys. Dort durchschritt er von der U15 bis zur U21 alle Stufen des YB-Nachwuchses und war sogar Captain der U18 und U21. Vor einem Jahr durfte der Doppelbürger mit kosovarischen Wurzeln mit YB am Uhrencup teilnehmen. «Das war ein tolles Erlebnis, in einem schönen Stadion mit vielen Zuschauern. Dieses unvergessliche Erlebnis hat mich dem FC Grenchen nähergebracht und war sicher einer der Gründe für meinen Wechsel hierher.»

Ein weiterer Grund war sein Kollege Ilker Tugal, welcher nur Positives über den Verein am Jurasüdfuss zu berichten wusste. Das Probetraining war ausschlaggebend, zum einen fand er eine gute Infrastruktur vor und zum anderen beeindruckte ihn das gute Klima im Team. «Es machte mir einfach Spass hier, und dies ist sehr wichtig für meine Motivation.» Von der FCG-Familie sei er herzlich und offen aufgenommen worden und auch ein Zusammenhalt sei bereits vorhanden, erklärt der bekennende Barcelona-Fan. «Ein Umfeld, welches mir hilft und mich pusht, ist mir enorm wichtig, denn nur dies bringt mich wirklich weiter.»

FCG-Umfeld hilft und pusht

Salihi ist von klein auf gelernter Verteidiger, welcher sich aber der Entwicklung des modernen Fussballs nicht verschlossen hat und heute als rechter Verteidiger mit Offensivdrang agiert. Er findet, dass es in Grenchen offensiv aufgestellte Spieler braucht, um Erfolg zu haben. Daher passe er bestens in diese Mannschaft, mit welcher er vorne mitspielen wolle, wenn möglich sogar um den Einzug in die 1. Liga Promotion. Mit seiner Leistung und dieser der Mannschaft ist der 1,78m grosse Salihi bisher zufrieden.

Zuversichtlich sagt er: «Wir sind auf dem richtigen Weg, jedoch dürfen wir den nächs-ten Gegner nicht unterschätzen. Serrières ist ein Aufsteiger, welcher den Schwung mitgenommen hat und gut in die Saison gestartet ist. Jedoch müssen wir uns nicht verstecken, denn auch wir sind gut gestartet und haben gute Chancen, also nutzen wir diese.»

Die Neuenburger sind den Grenchnern nicht ganz unbekannt, denn in den Jahren 1999, 2002 und 2003 spielten sie gemeinsam in der gleichen Erstligagruppe. Im Jahr 2008 stieg der FC Serrières ab und schaffte erst in diesem Jahr den Wiederaufstieg. Die Bilanz zwischen den beiden Vereinen ist relativ ausgeglichen, Serrière hat ein Sieg mehr auf dem Konto und ein besseres Torverhältnis von 8:7.

Im Kader der Neuenburger stechen zwei Spieler heraus, es sind dies der Ex-Basler Julio Hernan Rossi, welcher jedoch verletzt ist und Richel Marzolf, welcher letzten Saison ein sehr kurzes Gastspiel in Grenchen gab. Marzolf erzielte in dieser Saison für seinen neuen Klub bereits zwei Tore und gab fünf Assists. Die Grenchner sind also gewarnt, mit einem 7:6-Torverhältnis sind die Neuenburger torgefährlich, aber auch toranfällig. «Wenn wir hinten kompakt stehen und vorne versuchen, den Ball laufen zu lassen, gewinnen wir 2:0», sagt ein siegessicherer Salihi.