FC Grenchen
Vor dem ersten Heimspiel: «Wir streben erste Tabellenhälfte an»

Aleksandar Velijanovski ist ein Spieler, welcher immer gewinnen und vorne mitspielen will. Umso motivierter ist er vor dem ersten Heimspiel des FC Grenchen, welches am Samstag im Stadion Brühl angepfiffen wird.

Matthias Meier-Moreno
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Am kommenden Samstag (Beginn 17.30 Uhr), findet das erste Heimspiel des FC Grenchen im Stadion Brühl statt. Der Gegner ist kein Geringerer als das Nachwuchsteam des FC Zürich. Dieses gehört sicher zu den Aufstiegsaspiranten, welche in der kommenden Saison in der neu gegründeten 1. Liga Promotion spielen wollen. Dem gegenüber stehen die Uhrenstädter, welche sich in dieser Spielzeit das Ziel gesetzt haben, in der Rangliste wieder auf der linken Teletextseite zu erscheinen und die sicher nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben wollen. Für das Kilchenmann-Team geht es in diesem Spiel in erster Linie darum, die bisherige Ungeschlagenheit zu wahren und wenn möglich den Profis aus Zürich ein oder sogar beide Beine zu stellen.

Neue Webseite, neue Spieler

Zu Beginn der Saison wurden beim FC Grenchen neben einer neuen Vereinswebseite auch zehn neue Spieler vorgestellt. Unter den Neuzugängen befindet sich auch der 183cm grosse Innenverteidiger Aleksandar Velijanovski. Dieser erlernte im zarten Alter von 4 Jahren beim FC Baden das Fussball-Abc.

Bei den Aargauern durchlief er alle Juniorenstufen inklusive U-Mannschaften und spielte am Schluss sogar in der Challenge League. Von dort aus versuchte der Doppelbürger sein Fussballglück im Heimatland seiner Eltern, wo Velijanovski in der höchsten Liga Mazedoniens bei FK Napredok Kicevo spielte. «Die Erfahrungen in Mazedonien waren für mich sehr wichtig und prägend. Wir sind bis in den Cupfinal vorgestossen und spielten vor fast 7000 Zuschauern. Die Highlights waren aber meine Einsätze für die U21-Nationalmannschaft von Mazedonien.»

Nach dem erfolgreichen Abstecher kehrte Velijanovski in die Schweiz zurück und spielte in der Erstliga für Wangen b.O., Solothurn, Gossau und zuletzt für Zofingen.

Den Wechsel zum FC Grenchen begründet der 27-Jährige mit folgenden Worten: «Zum einen ist der FCG ein Erstliga-Topclub und sehr gut geführt und zum anderen stimmte das finanzielle Angebot. Ich bin froh, hier zu sein.» Seine Anpassungsfähigkeit helfe ihm bei der Integration in ein neues Team und falle ihm daher relativ leicht. Mit der eigenen und der Mannschaftsleistung in den Vorbereitungsspielen ist Velijanovski bisher sehr zufrieden, doch könne es immer noch besser laufen.

Auf seine Ziele angesprochen, sagt er: «Ein Platz in der vorderen Tabellenhälfte ist anstrebenswert, jedoch möchte ich mit meiner Aussage weder die Mannschaft noch mich unter Druck setzen, aber ich bin ein Spieler, welcher immer gewinnen und vorne mitspielen möchte. Ich bin nicht hierher gekommen, um gegen den Abstieg zu spielen, jedoch ist es verfrüht, solche Aussagen zu machen.»

Arbeit als Hauswart

Neben dem Fussball arbeitet der Innenverteidiger in einem Teilpensum als Abwart. Nicht so die nächsten Gegner, diese sind allesamt mit einem Profivertrag des FC Zürich ausgestattet. Daher findet Velijanovski es sehr schwierig, am Anfang der Saison gegen ein Nachwuchsteam antreten zu müssen. «Sie trainieren im Profibetrieb während der Vorbereitung zweimal täglich.» Die professionelle Arbeit zeigte auch schon erste Erfolge.

Erst vor zwei Jahren ist die U21 in die 1. Liga aufgestiegen und hat dort mit einem 2. und einem 3. Rang ihre Qualität eindrücklich unter Beweis gestellt. Die Zürcher werden vom ehemaligen FC-Solothurn-Trainer Urs Meier trainiert. Im Team sind viele junge Talente. Dazu gesellen sich auch Spieler der ersten Mannschaft wie z.B. Andrea Guatelli, welcher beim ersten Spiel der Saison gegen Schötz (1:0) im Tor stand.

Dies macht die Aufgabe nicht gerade leichter und lässt einen Sieg fast nicht zu. Dies beweist auch ein Blick in die Statistik. Aus den letzten vier Begegnungen ging die U21 dreimal als Sieger hervor und nur einmal rang der FCG den Zürchern ein 2:2 ab. Der FCZ kann aber auch verlieren, so geschehen am 12.August im Testspiel gegen den Nachwuchs aus Thun, dabei verlor das Team von Urs Meier mit 0:3. Trotz aller Negativstatistik ist Aleksandar Velijanovski positiv gestimmt und glaubt an einen Sieg seiner Mannschaft.