Tennis

«Vor allem bei den Frauen haben wir eine grossartige Besetzung»

Mit der zurzeit formstarken Ylena In-Albon ist in Derendingen auch eine Schweizer Fed-Cup-Spielerin am Start.

Mit der zurzeit formstarken Ylena In-Albon ist in Derendingen auch eine Schweizer Fed-Cup-Spielerin am Start.

Seit Dienstag läuft in Derendingen ein mit 15'000 Franken dotiertes Tennisturnier, das einige der stärksten Spielerinnen und Spieler der Schweiz anlockt.

Seit Anfang Juni ist klar: In der Schweiz dürfen nach dem Coronalockdown wieder Tennisturniere ausgetragen werden. Im Gegensatz zur internationalen Tour. Dort stand das Spielgeschehen bis vor wenigen Tagen still. Der Schweizerische Tennisverband Swiss Tennis hat daher entschieden, Organisatoren für die kurzfristig ins Leben gerufene Turnierserie zu suchen, die unter dem Namen «N-Series» ausgetragen wird. Dabei handelt es sich um Turniere, bei denen die besten Spielerinnen und Spieler der Schweiz Matchpraxis sammeln und auch noch etwas Geld für ihre Profikarriere verdienen können.

Das erste Turnier fand Mitte Juni in Biel statt. Das vorerst Zweitletzte läuft seit gestern in Derendingen. «Als wir von Swiss Tennis angefragt wurden, ob wir ein solches N-Turnier organisieren würden, war für uns klar, dass wir das machen. Nach der Absage unseres internationalen Juniorenturniers Mitte Juni war es für uns wichtig, dass in diesem Sommer trotzdem ein attraktives Tennisturnier auf der Anlage in Derendingen ausgetragen wird», sagt Tom Simmen, Geschäftsführer des Sportcenters Sporting Derendingen.

Starke Frauenkonkurrenz mit Fed-Cup-Spielerin

Und das Niveau verspricht in der Tat attraktives Tennis. Bei den Frauen ist mit der 19-jährigen Simona Waltert die aktuelle Nummer fünf der Schweiz am Start. Zudem läuft mit der formstarken Ylena In-Albon (N2, 11) gar eine Fed-Cup-Spielerin der Schweiz in Derendingen auf. Mit Valentina Ryser (N2, 12), Joanne Züger (N2, 14) und Alina Granwehr (N2, 20) sind zudem weitere junge Spielerinnen mit dabei, die für eine Überraschung gut sein könnten. Aus regionaler Sicht darf man auf die Nachwuchstalente Anina Lanz (N4, 68, Hägendorf) und Salome Fluri (R1, Lostorf) gespannt sein. «Sie können an diesem Turnier wertvolle Erfahrungen sammeln», sagt Simmen. «Genau deshalb ist es wichtig, dass auch in unserer Region ein Turnier auf diesem Niveau stattfindet.»

Bei den Männern ist die Konkurrenz nicht ganz so stark besetzt wie bei den Frauen. Aus den Top 10 des Landes ist kein Spieler mit dabei. Dennoch werden einige interessante Akteure zu sehen sein: Unter anderem läuft Youngster Dominic Stricker (N2, 14) auf, der aktuell die Nummer 10 der Junioren Weltrangliste ist. Zudem sind mit Jonas Schär (N2, 18) und Mischa Lanz (N2, 24) zwei NLA-Spieler des TC Froburg Trimbach mit dabei. Vor allem der Hägendorfer Lanz zeigte in der abgelaufenen NLA-Saison einige starke Leistungen und konnte drei Einzelsiege verbuchen. Die Turniernummer eins ist Raphael Baltensperger (N2, 13). «Wir sind sehr zufrieden mit dem Niveau der Teilnehmenden. Vor allem bei den Frauen haben wir eine grossartige Besetzung», freut sich Tom Simmen.

Das Turnier in Derendingen wird im Gruppenspiel-Modus ausgetragen. Es gibt bei den Frauen und bei den Männern je acht Dreiergruppen. Pro Tag spielen jeweils vier Gruppen – zwei bei den Männern und zwei bei den Frauen. Die acht Gruppensieger qualifizieren sich am Ende fürs Finalturnier vom Wochenende. «Wir spielen jeden Tag ab 9 Uhr, wobei wir abends um 19 Uhr das Match des Tages bei den Männern und Frauen ansetzen. So können die Zuschauer auch nach der Arbeit bei uns vorbeischauen und Spitzentennis hautnah miterleben», sagt Simmen.

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