Fan-Umfrage
«Von Marco Truttmann erwarte ich noch mehr in den Playoffs»

Die besten Fans der NLB haben das Wort: Wie haben die EHCO-Fans die Qualifikation erlebt, welche Spieler haben in den Augen der Anhänger überzeugt und von wem muss deutlich mehr kommen in den Playoffs?

Raphael Wermelinger
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Ursula Brugmann und Maya Mollet

Ursula Brugmann und Maya Mollet

Raphael Wermelinger

Wann und wie wurden Sie mit dem EHCO-Virus infiziert?

Ursula Bugmann: „Seit den 80er-Jahren bin ich EHCO-Fan. Mein Bruder ist ein grosser Olten-Anhänger und hat mich angesteckt. In der laufenden Saison habe ich praktisch alle Oltner Spiele gesehen.“

Maya Mollet: „Ich zügelte 1979 in den Kanton Solothurn. Ab da unterstützte ich den EHC Olten, vorher Langenthal. Ich wurde also quasi integriert in Olten. Diese Saison habe ich rund 40 Spiele des EHC Olten live im Stadion gesehen.“

Sind Sie zufrieden mit den Leistungen des EHCO in der Qualifikation?

Ursula Bugmann: „Leistungsmässig war es stets eine Berg- und Talfahrt. Doch wir waren immer auf den vordersten drei Plätzen klassiert. Was will man mehr?“

Maya Mollet: „Ja, ich bin mehr als zufrieden. Das geilste Spiel war der 5:4-Heimsieg gegen Visp, als die Oltner in der Schlussphase einen 0:4-Rückstand wettmachten. Die Hälfte der Fans hatte das Stadion zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen. Viel Nerven gekostet haben die drei Heimspiele gegen Hockey Thurgau, ein richtiges Geknorze.“

Wohin soll der Weg in den Playoffs gehen?

Maya Mollet: „Bis ganz nach vorne. Ohne Druck machen zu wollen, bin ich überzeugt, dass es die Mannschaft wieder in den Final schaffen kann. Der Aufstieg in die NLA ist aber noch zu weit weg.“

Welcher Spieler hat in der Qualifikation überzeugt, und von wem muss mehr kommen in den Playoffs?

Ursula Bugmann: „Stark war sicher Verteidiger Fabian Ganz, der viele Punkte gesammelt hat. Vorne gefiel mir Justin Feser, er ist ein richtiger Chrampfer. Von Marco Truttmann erwarte ich noch mehr in den Playoffs. Er ist mir noch zu wenig mannschaftsdienlich, müsste auch mal einen Check einstecken und noch ein bisschen mehr laufen.“

Welchen Spieler der Konkurrenz würden Sie gerne im EHCO-Dress sehen?

Maya Mollet: „Ich würde Goalie Michael Tobler zurückholen.“

Jose Ribeiro

Jose Ribeiro

Raphael Wermelinger

Wann und wie wurden Sie mit dem EHCO-Virus infiziert?

Jose Ribeiro: „Ich bin seit dem ersten Aufstieg Mitte der 80er-Jahre Olten-Fan, weil ich generell sehr sportinteressiert bin und aus der Region komme. Ich habe praktisch jedes Spiel in der aktuellen Saison gesehen.“

Sind Sie zufrieden mit den Leistungen des EHCO in der Qualifikation?

„Es gab gute und auch schlechte Spiele. Das ist menschlich, schliesslich sind die Spieler keine Roboter und können immer 100% geben. Wir haben in der ersten Playoff-Runde Heimrecht, das ist die Hauptsache. Es bringt nichts, die Qualifikation mit 30 Punkten Vorsprung zu gewinnen.“

Welcher Spieler hat in der Qualifikation überzeugt, und von wem muss mehr kommen in den Playoffs?

„Was die beiden Goalies betrifft, bin ich auf der Seite von Kevin Huber. Matthias Mischler ist kein schlechter Goalie, aber mir ist Huber sympathischer, ich würde auf ihn setzen. Mehr erwarte ich von den Ausländern. Diese müssen einfach das Maximum bringen und ein Team in wichtigen Momenten mitreissen können.“

Wohin soll der Weg in den Playoffs gehen?

„So weit wie es geht. Am besten wäre natürlich der NLB-Titel. Knapper als letzte Saison kann man den Final nicht verlieren. Es wäre schön, wenn es diesmal klappen würde. Der Rest wäre dann Zugabe. Ein Aufstieg wäre dieses Jahr eher noch zu früh, man sollte das Team sicher noch ein weiteres Jahr aufbauen.“

Welchen Spieler der Konkurrenz würden Sie gerne im EHCO-Dress sehen?

„Dominic Forget vom HC La Chaux-de-Fonds. Es gibt ein paar gute Spieler. Auch die beiden Ausländer von Ajoie, Devos und Hazen, würde ich nehmen. Ein sehr sympathischer Spieler ist Sébastien Hofstettler, der Verteidiger von La Chaux-de-Fonds.“

Markus Stebler

Markus Stebler

Raphael Wermelinger

Wann und wie wurden Sie mit dem EHCO-Virus infiziert?

Markus Stebler: „Ich bin seit der Saison 95/96 EHCO-Fan. Angesteckt wurde ich durch einen angefressenen Kollegen, der mittlerweile seit fast 40 Jahren an die Spiele geht. Dieses Jahr habe ich zirka 15 Spiele gesehen. Wenn es mein Job im Restaurant erlaubt, gehe ich eigentlich immer.“

Sind Sie zufrieden mit den Leistungen des EHCO in der Qualifikation?

„Wir haben immerhin Heimrecht in den Playoffs, das ist sehr viel wert. Ich hätte nicht gedacht, dass es auf den vordersten Plätzen so eng wird. Das beste Spiel war für mich der 8:2-Sieg gegen La Chaux-de-Fonds, schlechte Spiele hake ich jeweils sehr schnell ab.“

Welcher Spieler hat in der Qualifikation überzeugt, von wem muss mehr kommen?

„Mich persönlich hat Cyrille Scherwey positiv überrascht, vor allem vom Einsatz her und weil er einer der konstantesten war. Bei den anderen Spielern gab es viele Auf und Abs. Noch mehr reissen sollten die Ausländer.“

Wohin soll der Weg des EHCO in den Playoffs gehen?

„Ich erwarte, dass das Team noch eine Schippe drauflegt in den Playoffs. Vor allem die Chancenverwertung und das Powerplay müssen noch besser werden. Gelingt dies, dann kommts gut. Für den Aufstieg ist es noch ein, zwei Jahre zu früh.“

Welchen Spieler der Konkurrenz würden Sie gerne im EHCO-Dress sehen?

„Einen neuen Goalie. Bei Mischler ist es ein Auf und Ab, Huber ist nicht schlecht. Trotzdem würde ich Remo Giovannini von La Chaux-de-Fonds als neuen Goalie holen.“

Pascal Jaussi

Pascal Jaussi

Raphael Wermelinger

Wann und wie wurden Sie mit dem EHCO-Virus infiziert?

Pascal Jaussi: „Ich bin seit etwas zwanzig Jahren Fan, dank meinem Vater. Wenn es die Arbeit erlaubt, gehe ich an jedes Spiel, vor allem zu Hause. In den Playoffs dann vermehrt auch auswärts.“

Sind Sie zufrieden mit den Leistungen des EHCO in der Qualifikation?

„Nein, zu viel passt nicht zusammen. Das Team hat viele unnötige Punkte verschenkt. Meistens war es ein Krampf, souveräne Siege gab es zu selten. Das bisherige Highlight der Saison war der Cup-Match gegen den EV Zug, das war geil. Das 4:1 gegen Rapperswil war auch nicht schlecht, ansonsten wurden zu viele Spiele einfach nur abgespult, vor allem gegen die schlechteren Teams.“

Welcher Spieler hat in der Qualifikation überzeugt, von wem muss mehr kommen?

„Gefallen hat mir Reto Kobach. Er ist eine Kampfsau und gibt immer Vollgas. Schwach waren die Goalies und die Ausländer.“

Wohin soll der Weg des EHCO in den Playoffs gehen?

„Mindestens in den Final. Doch so wie das Team im Moment auftritt, bin ich sehr skeptisch. Die Spieler müssen aufdrehen in den Playoffs. Die NLA ist sicher ein Thema, doch es passiert beim EHCO nichts Konkretes in diese Richtung. Man müsste etwas riskieren und noch mehr investieren.“

Welchen Spieler der Konkurrenz würden Sie gerne im EHCO-Dress sehen?

„Stefan Tschannen, obwohl er für Langenthal spielt. Generell braucht der EHCO einen Spieler, der polarisiert. Mir sind die Spieler zu lieb und anständig.“

Andreas Läubli

Andreas Läubli

Raphael Wermelinger

Wann und wie wurden Sie mit dem EHCO-Virus infiziert?

Andreas Läubli: „Vor etwa dreissig Jahren wurde ich Olten-Fan. Eishockey ist mein Lieblingssport und da ich aus Rothrist komme, ist das Kleinholz ja fast um die Ecke. Dieses Jahr habe ich so ziemlich jeden Match gesehen.“

Sind Sie zufrieden mit den Leistungen in der Qualifikation?

„Die Resultate waren anständig, es hätte aber schon noch etwas besser laufen können. Am schönsten waren die Derbysiege gegen Langenthal, am meisten geärgert habe ich mich natürlich über die Niederlagen gegen Langenthal.“

Welcher Spieler hat in der Qualifikation überzeugt und von wem muss mehr kommen?

„Mir gefällt Shayne Wiebe: Er ist technisch sehr stark und spielt gute Pässe. Im negativen Sinne möchte ich keinen Spieler im Speziellen erwähnen.“

Wohin soll der Weg des EHCO in den Playoffs gehen?

„Im Minimum in den Final. Es ist Zeit, dass Olten wieder in die NLA aufsteigt.“

Welchen Spieler der Konkurrenz würden Sie gerne im EHCO-Dress sehen?

„Stefan Tschannen. Wenn er für Olten spielen würde, wäre es mir egal, dass er eigentlich ein Langenthaler ist.“

Adrian und Dominik Bloch

Adrian und Dominik Bloch

Raphael Wermelinger

Wann und wie wurden Sie mit dem EHCO-Virus infiziert?

Adrian Bloch: „Als Fulenbacher bin ich schon während meiner Schulzeit an die Heimspiele gefahren. Dann gab es mal eine längere Pause, in der ich keine Spiele mehr besucht habe. Bis mich mein Sohn vor vier, fünf Jahren wieder mitgerissen hat. Diese Saison habe ich etwas zehn Spiele gesehen, bei Dominik waren es ein paar mehr. In erster Linie besuchen wir die Heimspiele.“

Sind Sie zufrieden mit den Leistungen des EHCO in der Qualifikation?

„Ja, ein Top-3-Platz ist ein super Ergebnis. Das beste Spiel war für mich das letzte Derby gegen Langenthal. Die Oltner gaben nie auf und drehten den Match, obwohl sie lange einem Rückstand hinterherrannten. Dass sie gegen Visp einen 0:4-Rückstand in einen 5:4-Sieg drehten, war ebenfalls Klasse. Weniger gut war das Auswärtsspiel bei Hockey Thurgau zwischen Weihnacht und Neujahr. Sie haben halt gespielt ...“

Welcher Spieler hat in der Qualifikation überzeugt, von wem muss mehr kommen?

„Reto Kobach war nicht nur in der Defensive gut, sondern hat auch vorne Akzente gesetzt. Martin Ulmer hat uns ebenfalls gefallen. Er spielt konstant und er geht dran – der Einsatz stimmt bei ihm. Mehr Punch erhoffe ich mir von den Ausländern, es fehlt zu oft das Durchsetzungsvermögen.“

Wohin soll der Weg des EHCO in den Playoffs gehen?

„Je weiter Olten kommt, desto besser natürlich. Wir hoffen auf den Titel. Der Aufstieg ist vielleicht in zwei, drei Jahren ein Thema. Im Moment ist der EHCO für mich ehrlich gesagt eher ein NLB-Spitzenteam denn ein NLA-Anwärter.“

Welchen Spieler der Konkurrenz würden Sie gerne im EHCO-Dress sehen?

„Dominic Forget von La Chaux-de-Fonds, weil er sich einfach sehr gut durchsetzen kann.“

Patrick Bähler

Patrick Bähler

Raphael Wermelinger

Wann und wie wurden Sie mit dem EHCO-Virus infiziert?

Patrick Bähler: „Mein erstes EHCO-Spiel besuchte ich vor knapp 30 Jahren. Mit dem Töffli sind wir von Schönenwerd aus an die Spiele gefahren. Früher besuchte ich praktisch alle Heimspiele, zur NLA-Zeit auch vermehrt Auswärtsspiele. Diese Saison habe ich nur drei Spiele der Oltner gesehen, weil ich nicht mehr in der Region Olten wohne.“

Sind Sie zufrieden mit den Leistungen des EHCO in der Qualifikation?

„Die Klassierung in den Top 3 ist in Ordnung. An der Tabellenspitze ist alles sehr eng, jeder schlägt jeden. Die Leistungen der einzelnen Spieler kann ich nicht beurteilen, da ich zu wenig Spiele gesehen habe.“

Wohin soll der Weg in den Playoffs gehen?

„Den Viertelfinal müssen sie überstehen, das ist Pflicht. Danach wirds sicher schwierig. Rapperswil und Langenthal spielen extrem gut. Deshalb wird schon das Halbfinale eine grosse Hürde sein. Trotzdem ist die NLA in meinen Augen ein Thema. Nur schon wegen den vielen Anhängern, die der Klub hat. Um aufzusteigen, müsste man wohl ein Risiko eingehen, mal eine teurere Saison einbauen. Die Mannschaft braucht noch drei, vier Spieler mit NLA-Erfahrung. Aber die kosten halt etwas.“